Ubuntu

Bisher bin ich der absolute Debian Fan gewesen. Ich hatte bereits mehrere Linux Distributionen hinter mir bzw. lange Zeit verwendet und war nach SuSE, RedHat, Mandrake etc. eigentlich bereits seit Jahren bei Debian hängen geblieben. Warum also nun Ubuntu? Ganz einfach, ich wollte an sich mein System auf dem Arbeitsrechner mal brutal ausmisten und wieder ein sauberes Debian stable aufspielen, als mir die diversen Artikel zu Ubuntu wieder in den Sinn kamen.

Ubuntu (das Wort Ubuntu kommt aus den Sprachen der Zulu und der Xhosa und steht für „Menschlichkeit“ und „Gemeinsinn“, aber auch für den Glauben an ein „universelles Band des Teilens, das alles Menschliche verbindet“) ist eine komplett frei erhältliche Distribution, die auf Debian aufgebaut ist oder wie es so schön auf einer der Seiten zu Ubuntu heißt:

Debian is “the rock upon which Ubuntu is built”.

Also eine mir wohl bekannte Umgebung mit dem dicken Plus einer weitaus mehr auf den User ausgelegten Distribution und daher teilweise auch wesentlich aktuellere Versionen der einzelnen Pakete im Vergleich zum Debian stable. Und das war es dann, was mich dazu veranlasste Ubuntu mal zu probieren, um den manchmal recht langen Weg der Konfiguration etwas abzukürzen.

Die Installation war so einfach wie noch nie! Nur die wichtigsten Fragen wurden gestellt, der Rest lief komplett automatisch. Nach nicht mal 30 Min. war ich mit dem Groben durch und der Gnome Desktop lief. Klasse! Nun nur noch ein paar Konfigurationsdateien aus meinem alten Debian und nach dem Anpassen der Sourcelisten und ein paar Aufrufen von apt lief wieder alles.

Nach etwas Eingewöhnung, wenn man die kleinen Unterschiede zu Debian (z.B. kein Login als root oder su, nur sudo geht) erst mal alle verarbeitet und ggf. nach seinen Bedürfnissen abgeändert hat, fühlt es sich sogar wieder wie ein Debian an, nur jetzt heisst es Ubuntu. :)

Ergo auch ein nettes Linux für Anfänger, denen die Konsole eher unheimlich ist und denen u.a. daher ein Debian bisher nicht zu empfehlen war!