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Archive for January, 2007
Doom - Der Film

Irgendwie hatte ich es ja schon befürchtet, der Film selbst ist wirklich schlecht. Die Kritiken die ich bereits von anderen gelesen hatte, machten nicht wirklich Mut sich diesen Film anzusehen. Aber, was soll es! Ich habe alle Egoshooter von id-Software gespielt und fand sie auch immer recht unterhaltend, so dass ich mir diesen Film trotzdem geben musste.

Leider bietet er jedoch, trotz der wirklich guten Umsetzung der Spielgrafik, kaum echtes Doom-Feeling. Es reicht zwar für einen halbwegs unterhaltsamen Abend, aber es fehlen die echten Shocker, die ich IMHO zu Recht erwartet habe. Wenn ich daran denke, dass wenn ich Doom in einem dunklen Raum gespielt habe, man mich hätte teilweise nur antippen brauchen und ich wäre vor Schreck vom Stuhl gefallen …

Zur Handlung von Doom (ja, es gab etwas in der Art) auch wenn sie irgendwie reine Nebensache ist: In einem UAC-Forschungslabor auf dem Mars kommt es zu einem Zwischenfall, es wird eine Level 5 Quarantäne verhängt und die Jungs der “Rapid Response Tactical Squad” werden nun losgeschickt, dieses aufzuklären und zu beheben. Wie erwartet, wird die Gruppe langsam aber sicher auf die Hauptdarsteller Samantha Grimm (Rosamund Pike), John Grimm (Karl Urban) und Sarge (The Rock) dezimiert, bis es dann zum Showdown kommt.

Das einzige Sahnehäubchen auf dem Film bekommt man leider erst viel zu spät und kurz vor Ende des Films geboten: Die Ego-Shooter Perspektive! Geniale Umsetzung der Spielsicht und das obwohl das Seitenverhältnis auf dem PC mit 4:3 ja komplett anders als beim Film in Widescreen ist. Und ich wurde dabei dann doch noch zumindest für etwa 5 Min. stark an einige Levelabschnitte und der Spannung aus dem Spiel erinnert. Nur sind 5 von 104 Min. dann leider etwas zu wenig für Doom …

Wenn einem nichts mehr einfällt, was macht man dann? Z.B. ein Video darüber, wie man das Kabel seines iPod am saubersten aufwickeln kann! ;)

iPod Kabel wickeln

PS. das Bild ist der Link auf den Eintrag bei Lifehacker, wo Ihr Euch das Video ansehen könnt.

Und ja, es ist absolut nichts besonderes, ich fand es nur witzig, dass über solch banale Dinge sogar Anleitungen gedreht und online zur Verfügung gestellt werden …

Bittersweet Life

Diesmal etwas verspätet noch nachgereicht: “Bittersweet Life”. Ich musste diesen Film erst mal sacken lassen. Einerseits hatte er das gehalten, was ich mir von ihm versprochen hatte, andererseits war ich jedoch auch arg enttäuscht. Aber dazu nachher mehr …

Sun-woo (Lee Byung-hun) ist einerseits Manager einer Hotelbar und aber auch ein professioneller Killer und hat als solcher das Vertrauen des Gangsterbosses Kang (Kim Yeong-cheol) erlangt. Dieser bittet ihn nun, da er einige Tage verreist, auf seine hübsche, junge Freundin aufzupassen und zu kontrollieren, ob sie ihm untreu ist. In diesem Fall erwartet sein Boss, dass er ihn anruft und sich um die Sache kümmert. Natürlich erwischt er sie mit einem Liebhaber und lässt beide aber unter der Bedingung laufen, dass sie sich nie wieder sehen dürfen. Eine Entscheidung, die er bald bereut, da sein Boss dieses bemerkt …

Aus diesem Anfangsszenario entsteht nun ein Rachefeldzug des Sun-woo gegen Kang, der leider bis auf ein bis zwei Ausnahmen, so gradlinig verläuft, dass der Film dann zwar aufgrund der gewaltverliebten Bilder (der Film hat nicht umsonst, keine Freigabe unter 18 erhalten) einen vom Einschlafen abhält, aber nicht wirklich Spannung aufbaut. Irgendwie kann ich mich leider nicht dem Eindruck erwehren, dass zu viele Parallelen zum Amerikanischen Film gesucht werden und dabei, bis auf die Detailverliebtheit, zu viel vom möglichen Flair verloren geht, dass ich an koreanischen bzw. asiatischen Filmen so schätze.

Zur Ausstattung selbst, ich habe hier den Directors Cut (2 CDs) erhalten. Die Metallbox weicht von den in letzter Zeit beliebten Stealboxes ab und ist schon etwas netter, als wie üblich. Das Cover weist im Druck diverse Reflexe auf und der Titel wurde gestanzt. Innen ist der Träger der Haupt-DVD beflockt, so dass es sich wie Samt anfühlt. Da kann man wirklich nicht meckern und Splendid nur zu dieser Ausführung gratulieren. Endlich mal etwas Besonderes! :)

Alles in allem, ja, weiß ich ehrlich gesagt selbst nach Tagen noch immer nicht wirklich, was ich nun als Fazit bringen soll. Einerseits habe ich das bekommen, was ich mir gekauft und erwartet habe, aber andererseits … aber egal wie, anschauen kann man ihn sich wirklich mal und ich werde ihn mir, wenn er noch etwas “gesackt” ist, sicher auch noch einmal angucken …