Roman aka Yoda hat in seinem Blog vom 25.05.07 bis zum 01.06.07 zu einem Blog-Karneval mit dem Thema Ubuntu aufgerufen. Er möchte damit den Gemeinschaftssinn, der hinter der Idee von Ubuntu steckt, etwas hervorheben und so ganz nebenbei auch noch den Bekanntheitsgrad der ohnehin schon recht beliebten Linux-Distribution erhöhen. Als Thema ist an sich nur Ubuntu gefordert. Es muss es keineswegs ein rein technischer Beitrag sein, sondern er möchte z.B. auch lesen, wie man zu Ubuntu gekommen ist oder warum man es garnicht verwenden will oder kann.
Da ich diese Idee wirklich gut finde, hier nun mein Beitrag zum Blog-Karneval als kleines Selbstinterview:
Einführung
Ich nutze bereits seit Jahren Linux als Parallelsystem zu Windows. Einen kompletten Umstieg habe ich jedoch bis heute noch nicht ganz umgesetzt (zu den Gründen später mehr). Angefangen hatte ich mal mit einem SuSE, bei dem mir persönlich jedoch bereits nach kurzer Zeit die Administration missfiel. Über Umwege und nach Probieren einiger der bekannteren Distributionen war ich dann bei Debian hängen geblieben. Debian bot mir lange Zeit fast alles was ich brauchte, hatte mit Apt die für mich optimale Paketverwaltung und eine gute Unterstützung im Netz.
Wie ich dann zu Ubuntu kam
Vor etwas mehr als einem Jahr erinnerte ich mich dann während der Systempflege, an die sich häufenden Meldungen zu Ubuntu, das an vielen Stellen in den höchsten Tönen in Bezug auf Multimedia- bzw. sehr guter Hardwareunterstützung erwähnt wurde. Und als ich dann noch sah, dass Ubuntu auf einem Debian beruht und somit sehr viele Parallelen aufwies, gab es für mich kein Halten mehr und ich wollte es zumindest mal ausprobieren.
Debian is “the rock upon which Ubuntu is built”?.
Lange Rede, kurzer Sinn, ich war begeistert und werde, wenn es sich weiter so entwickelt, wohl auch dabei bleiben. Denn Ubuntu hat all das, was ich als User zum Arbeiten benötige und als Sahnehäubchen war für mich kein Umdenken erforderlich, da es sich an der Konsole noch immer fast wie ein Debian anfühlt.
Warum ich und was ich unter Ubuntu/Linux verwende
Es gibt diverse Gründe warum, die für mich wichtigsten hier nur kurz genannt:
- freies Betriebsystem
- optimale Netzwerkunterstützung
- unanfällig für Viren und Trojaner
- optimal an meine Bedürfnisse anpassbar
- Sicherheit meiner privaten Daten
Verwenden tue ich Ubuntu, wie viele andere, für die täglichen Arbeiten. D.h. ich benötige ein Office für Schreibarbeiten und Kalkulationen mit einer durchdachten, schnellen Datenbankanbindung, eine komplette Internetanbindung von ICQ, Mail und News, IRC und natürlich zum Surfen und Bloggen. Eine Möglichkeit für “semiprofessionelles” Webdesign (mein Blog ist da jetzt wohl ein weniger gutes Beispiel, aber die Zeit …) mit eigener Testumgebung und noch so einiges anderes, wie die obligatorischen Anwendungen für Bildbearbeitung, MP3 etc..
Warum ich Ubuntu empfehlen kann
Ubuntu macht es wirklich jedem extrem einfach! Wenn gewünscht, dann bietet es einen grafischen Installer, die Desktop-Edition ist gut auf den Enduser zugeschnitten, es wird einem bereits viel von der oftmals gefürchteten Konfigurationsarbeit an der Konsole abgenommen, eine optimale Multiuserverwaltung, so dass z.B. in einer Nutzergemeinschaft (Familie, WG usw.) jeder ohne Aufwand seinen eigenen Desktop in seiner bevorzugten Sprache mit seinen persönlichen Einstellungen nutzen kann und es lässt einen durch die große Online-Community u.a. in Foren und Wikis bei Problemen nicht im Stich.
Oder ganz einfach: “Weil es funktioniert!”
PS. den folgenden Link, sollte man am Anfang unbedingt kennen und hat auch mir schon so manches mal geholfen:
- ubuntuusers – Ein deutschsprachiges Portal mit Forum, Wiki und Blog (Ikhaya) für Ubuntu.
Was mir unter Ubuntu noch immer fehlt
So, nun sind wir bei den in der Einleitung angesprochenen Gründen, warum ich den Umstieg von Windows auf Ubuntu noch nicht ganz vollzogen habe: Spiele!
Das große Problem, was wohl leider noch jede Distibution hat. Linux wird einfach zu wenig von den Spieleherstellern unterstützt. Sicher gibt es hier und da mal einen Server für Multiplayer oder mit viel Glück auch mal einen Client (Doom, Quake etc.), aber das reicht mir einfach nicht! Ich persönlich bin z.B. dem Rollenspiel WoW verfallen. Aber wer das mal unter Linux z.B. mit Wine verwendet hat, der weiß auch, dass es leider mehr schlecht als recht läuft. Kleiner Vergleich gefällig? Unter Windows habe ich bei gleichen Grafikeinstellungen etwa 70-80fps, dagegen unter Ubuntu mit Wine gerade mal noch 20-30fps, was definitiv zu wenig ist. Vor allem wenn man weiß, dass einige Egoshooter ohne Wine unter Linux oft sogar etwas schneller laufen …
Letzte Worte
Fast jeder der seinen PC nur zum Arbeiten und Surfen benötigt, kann relativ bedenkenlos auf eine der Ubuntu-Distributionen umsteigen. Sie bieten einfach alles, was der “normale” User begehrt und die Hardwareanforderungen sind im Vergleich zum aktuellen Windows Vista auch sehr moderat.



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