Der erste Teil hatte bei mir Lust auf mehr von dieser Art Film gemacht und nun waren wir im zweiten Teil: Wächter des Tages – Dnevnoy Dozor.
Anton Gorodetsky (Konstantin Khabensky) ist wieder mit seiner Taschenlampe für das Gute unterwegs. An seiner Seite ist jetzt jedoch Svetlana (Mariya Poroshina), die zum Glück nicht mehr die Brille mit den Glasbausteinen auf der Nase trägt und dadurch wesentlich netter anzusehen ist. Wie überhaupt im ganzen Film der Eindruck aufkommt, als wenn die Darsteller inzwischen dank einer besseren Bezahlung aufgrund der Erfolge des ersten Teils, etwas aufgepeppt werden konnten.
Aber weiter zum Film, der kurz nach dem ersten ansetzt und diesen nun fortführt. Anton und und Svetlana sind im Einsatzwagen der Wächter der Nacht unterwegs, um Patrouille zu fahren. Sie begeben zu einem Einsatz, bei dem ein Anderer einer alten Frau mit einer Nadel Lebenskraft aussaugt. Wie es sich bei der Verfolgung dann ergibt, stellt Anton fest, dass der Täter sein an die Bösen verlorener Sohn, Yegor, ist und hilft daraufhin, den Wächtern des Tages, dieses zu vertuschen, um ihn vor einer Strafe zu schützen. Natürlich nutzen die Wächter des Tages das für Ihre Zwecke aus und es beginnt eine Intrigenspinnerei, die darauf hinausläuft, dass die Bösen, die Wächter des Tages, einen Krieg anzetteln wollen, bei dem sie im Vorteil sind. Einzig retten kann die Menschen nur noch ein besonderes Stück Kreide, mit dem die Vergangenheit umgeschrieben werden kann …
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hatte irgendwie bei dem Titel des Films eine etwas andere Story erwartet. Der erste Teil, Wächter der Nacht, handelt hauptsächlich von selbigen und die Gegenspieler, die Wächter des Tages, waren zwar vorhanden und spielten logischer Weise eine wichtige Rolle, aber das Hauptaugenmerk war auf die Wächter der Nacht gelenkt. Vom jetzigen zweiten Teil, hatte ich irgendwie das Gegenstück erwartet. Dem war nur leider absolut nicht so!
Ich bin daher etwas enttäuscht. Die Story wurde zwar wieder nett zusammengewoben, aber das Flair, welches mir der erste Teil vermittelte hatte, ist inzwischen verflogen und so empfand ich diesen Film leider nur als eine der üblichen Fortsetzungen in einem inzwischen angestaubten Szenario. IMHO lohnt es sich daher nur den Film anzugucken, wenn man den ersten Teil wirklich mochte und nun unbedingt sehen möchte, wie es (zumindest im Film) weiter geht.




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