Aufgrund einiger teils recht heftiger Diskussionen in der Blogosphäre möchte ich hier mal Stellung beziehen, warum auch ich an der Aktion “Free Burma!” teilnehme.
Es wird sich, wie bereits oben eingeleitet, teilweise recht heftig daran gestoßen, dass so viele Blogger bei der Aktion mitmachen bzw. mitmachen wollen, sonst aber so gut wie nie etwas zu diesen Themen von ihnen zu lesen ist und es daher auch jetzt lassen sollten. Es wird weiter auch eine Art Alibiaktion unterstellt, da davon ausgegangen wird, dass so bald das Thema aus den Medien verschwunden ist, sich viele der Teilnehmer zurücklehnen und sich sagen, ja, ich habe etwas gegen das Unrecht in der Welt getan ohne weiter über selbiges oder andere Probleme zu berichten. Weiter wird auch immer wieder betont, dass Burma kein Einzelfall ist (Tibet, Afghanistan, Iran, Irak, Somalia usw.) und es wird gefragt, warum man denn ausgerechnet jetzt, wo ein paar Mönche erschossen worden sind, etwas unternehmen möchte.
Es ist ja nun wirklich nicht so, dass ich hier in meinem Blog über Menschenrechtsverletzungen schreibe oder oft genug öffentlich Stellung zu diesen Themen beziehe und ja, wie viele Leser richtig vermuten, wird es zumindest hier sicherlich auch nie eines meiner Dauerthemen werden. Das hat aber andere Gründe, als die, die einem von einigen suggeriert werden wollen. Ich betreibe diesen Blog vorrangig zum Zeitvertreib aus Spaß am Bloggen und nicht als Pranger für Ungerechtigkeiten in der Welt. Die Themen hier, spiegeln nur einen kleinen Teil von mir, meinem Denken und meinen Interessen wieder und sagen nur wenig über mein Privatleben und meine Einstellungen zu betreffenden Themen aus. Ich nehme an dieser Aktion auch nicht teil, um mir ein Alibi oder nur ein gutes Gewissen zu erheucheln, denn ich weiß durchaus, dass es nur ein winziger Tropfen auf einen heißen Stein sein kann! Aber wenn sich schon mal die Blogosphäre bzw. die Community aufrafft, eine solche Aktion auf die Beine zu stellen, dann sehe ich auch keinen Grund wegzuschauen oder dieses gar zu kritisieren. Im Gegenteil, ich denke ehr, dass man diese Aktion, auch wenn sie “nur” die aktuellen Probleme in Burma anspricht, begrüßen sollte und empfinde auch die daraus entstandenen Diskussionen, sofern sie nicht nur polemisch geführt werden, als sehr erfrischend.
Hier abschließend nur nochmal, um das Ziel dieser Aktion selbst nicht aus den Augen zu verlieren: Das Ziel von “Free Burma!” ist es, ein Zeichen für den Frieden setzen.
Ist das wirklich so schlimm?



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