Vorgestern habe ich mich dann nach langem Zögern von meiner guten, alten Cherry G80 mit Klick verabschiedet und mir eine Logitech G15 gegönnt. Unter Windows ist die Installation ein Kinderspiel und Spielereien, wie der TeamSpeak-Monitor, sind auch schnell installiert. Aber ich verwende Linux, bzw. hier ein Ubuntu Hardy.
Ich habe mir daher diverse Lösungsansätze und auch die Seite der G15Tools angesehen und mich dann, nach dem Durchforsten der Quellen für die bereits in Universe verfügbaren, aktuellen Pakete und somit den einfachsten Weg entschieden.
Nachdem ich Gnome erzählt hab, welche Tastatur ich mir gegönnt habe (System/Einstellungen/Tastatur und dort unter Belegung die G15 auswählen), funktionierten alle normalen Tasten wieder ordnungsgemäß und als nächstes habe ich dann, wie folgt, alles Nötige nachinstalliert, um auch die Zusatztasten und das LCD-Display nutzen zu können.
sudo apt-get install g15composer g15daemon libg15-1 libg15daemon-client1 libg15render1
Man sieht bereits kurz nach der Installation per Apt, durch die Anzeige der Uhrzeit im Display der Tastatur, ob alles geklappt hat und man kann sich die Zusatztasten (die Keycodes findet man in der Manpage zum g15daemon) wie gewohnt belegen.
Jetzt ist aber nur eine Uhrzeit auf dem Display natürlich nicht unbedingt so der Hit, man möchte ja eigentlich mehr sehen können. Z.B. Prozessorlast und Speicherauslastung oder auch noch andere Funktionen. Um diese zur Erhalten kann man z.b. g15lcd von den G15Tools oder, wie ich, das recht geniale lcdproc verwenden, welches aufgrund dessen, dass es schon lange für diverse LCD-Screens verwendet wird, eine recht breite Unterstützung hat. Letzteres hat leider den Haken, dass die erforderliche g15.so, also der entsprechende LCD-Treiber in Ubuntu nicht enthalten ist, wie man auch dieser Meldung entnehmen kann. Trotzdem habe ich mir wie folgt lcdproc mit dem LCDd installiert:
sudo apt-get install lcdproc
Damit lcdproc nun auch weiß, welches Display es später verwenden soll, muss in “/etc/LCDd.conf” die Zeile “Driver=curses” in “Driver=g15″ geändert werden!
Um den Treiber dann noch aus dem Source zu erstellen, benötigt man noch einige Developer-Pakete, die man wie folgt nachinstalliert:
sudo apt-get install libg15daemon-client-dev libg15render-dev libg15-dev
Nun noch den Source entpacken, konfigurieren und compilieren, dann den Treiber ergänzen:
# Entpacken
tar xvzf lcdproc-0.5.2.tar.gz
cd lcdproc-0.5.2
# Konfigurieren und Compilieren
./configure --enable-drivers=g15
make
# Kopieren
sudo cp server/drivers/g15.so /usr/lib/lcdproc/g15.so
Done! Jetzt sollte eigentlich, wenn man alles richtig gemacht hat, LCDd als User genutzt werden können. Einfach mal mit “LCDd” starten und gucken, es sollte dann dort stehen: “Clients: 0 und Screens: 0″
Jetzt heißt es nur noch sich zu entscheiden, welche Clients im Display erscheinen sollen. Eine kleine Auswahl wurde bereits mit lcdproc installiert. Einfach mal lcdproc -h eintippen und schon bekommt man eine Auswahl angezeigt.
Wer dann noch nicht das Gesuchte gefunden hat, der kann sich ja mal die Auswahl auf der lcdproc Unterseite zu den Clients und auch auf freshmeat angucken …