Nicht das es eine absolut neue Idee war, dieses Thema zu verfilmen. Es wurde ja bereits 1962 unter dem Titel The 300 Spartans in Anlehnung an die Chroniken von Herodot verfilmt. Nur dieser Film hat hauptsächlich das Comic von Frank Miller zur Vorlage, dem wir u. a. auch die Comic-Helden Daredevil und Elektra zu verdanken haben und dessen Farben und Darstellungstechniken auch im Film recht gut übernommen wurden.
Dank der Backplot-Technik, wie sie auch z.B. in Sin City bereits Verwendung fand, wurde der Film 300 in extrem stimmungsvollen Bildern serviert. Er erzählt aus der Sicht des Kriegers Dilios (David Wenham) die Geschichte des Königs Leonidas (Gerard Butler) von Sparta, wie er mit nur 300 Spartiaten gegen die Wahrsagung des Orakels und einigen Stimmen im Rat auszog, das riesige Herr der Perser aufzuhalten. Während zu hause in Sparta seine mehr oder weniger bekleidete Frau, Königin Gorgo (Lena Headey), versucht den Rat zu bewegen, ihm ein Heer zur Unterstützung hinterher zu senden. Natürlich gelingt es ihr nicht und Leonidas steht alleine mit 300 Spartiaten dem gigantischen Heer vom Gottkönig Xerxes gegenüber und prügelt sich am Thermopylen-Pass heroisch und überzeichnet bis zum ruhmreichen Untergang recht eindrucksvoll durch die Massen.
Der Film stellt wohl keinen Meilenstein der Filmgeschichte dar und auch die schauspielerische Leistung ist nur durchschnittlich, aber dafür glänzt er durch eine absolut geniale Bildführung und ungewöhnliche Farben, diverse neue und einige kopierte Ideen. Die Kampfszenen sind dabei absolut mitreißend und spannend inszeniert und die Bildgewalt ist einfach umwerfend. Ich habe mich schon fast schwarz geärgert, dass ich diesen Film nicht doch auf der großen Kinoleinwand gesehen habe und dabei möchte ich noch erwähnen, dass mein Fernseher mit 84cm Diagonale nicht gerade klein ist.
Mein Fazit: Wer gerne Sandalen- und Actionfilme guckt, dem kann dieser Film mit seiner überraschenden Stilistik durchaus gefallen. Ich war zumindest positiv überrascht und angetan und freue mich ihn in meinem DVD-Regal stehen zu haben.






