Indianer Jones und das Königreich des Kristallschädels

Bereits Samstag waren wir mal wieder im Kino und es war Indi angesagt und ja es ist ein echter Indianer Jones, wenn auch ein etwas gereifter. ;)

Die Handlung spielt dem Alter von Harrison Ford angemessen einige Jahre nach den ersten drei Teilen. Es ist 1957, die Zeit des Kalten Kriegs und die Angst in den USA vor der Sowjetunion gipfelte u.a. darin, dass ein selbst Liberale schnell mit Selbigen in Verbindung gebracht wurde. Es lag also nahe, diesem Feindbild zu entsprechen und so sind die bösen Sowjets, angeführt von Cate Blanchett als Irina Spalko, dieses mal Indi’s Widersacher.

Es beginnt daher auch passend in der Wüste von Nevada nahe einem geheimen Militärdepots, in dem allerlei Fundstücke, wie auch die berühmte Lade, verborgen sind und das von besagten Sowjets überfallen wird. Diese suchen natürlich etwas Besonderes und schleppen für diesen Zweck den gealterten, aber immer noch unverwüstlichen Professor Jones im Kofferraum mit. Die Sache nimmt, wie schon von den ersten drei Teilen gewohnt, ihren Lauf und Indi stolpert Peitsche schwingend von einem Problem in das nächste und dennoch immer irgendwie geradeaus, Richtung Ziel. Er wird dabei fast von Anfang an von Mutt (Shia LaBeouf), einem jungen Motorradfahrer, der ihn auf die Spur von Dr. Oxley (John Hurt) bringt, begleitet und mit dem zusammen er auch die besten Possen reißt.

Der Film, von dem ich wie gewohnt nicht mehr vorwegnehmen möchte, ist nett anzusehen und man hat trotz des sichtlich gealterten Harrison Ford seinen Spaß. Aber leider auch nicht viel mehr, denn die Story ist spätestens nach dem Öffnen der gesuchten Kiste in der Lagerhalle sowas von vorhersehbar und teilweise etwas arg matt, dass es schon fast langweilig wäre, wenn da nicht immer wieder die guten Sprüche und witzigen Ideen wären, die IMHO ja aber auch der Grund sind, weshalb man sich einen Indianer Jones anguckt.

Somit komme ich auch schon zum Fazit. Wer nettes Popcorn-Kino sucht und die ersten drei Teile mochte, der kann ihn sich ruhig ansehen und wird auf jeden Fall gut unterhalten. Wer jedoch mit Indi bisher nichts anfangen konnte, der verzichtet lieber weiterhin!