Nach längerer Pause waren wir heute endlich mal wieder im Kino und guckten den SciFi-Thriller Sunshine:
In der Zukunft droht das Ende der menschlichen Zivilisation, da die Sonne an Intensivität verloren hat. Es wird nun eine Crew aus 8 Astronauten 7 Jahre nach dem ersten Versuch in einem Raumschiff, der Icarus II, mit einer riesigen Atombombe zur Sonne geschickt, um mit dieser zu versuchen, das Feuer der Sonne neu zu entfachen.
Alles läuft nach Plan, bis etwa beim Planeten Merkur das Notsignal der verschollenen Icarus I aufgefangen wird und der Physiker Capa (Cillian Murphy) nach einigem Zögern gegen die Überzeugung von Mace (Chris Evans) zu dem Entschluss kommt, dass es sinnvoll wäre, ggf. eine zweite Bombe zur Verfügung zu haben. Bei der nötigen Kurskorrektur, um die Icarus zu erreichen, ereignet sich ein folgenschwerer Fehler durch eine falsche Ausrichtung des Hitzeschildes und während der nötigen Reperaturen passiert nun ein Folgeunfall, bei dem der Sauerstoffvorrat der Icarus II verloren geht und Kapitän Kaneda (Hiroyuki Sanada) verbrennt. Da der restliche Sauerstoff nicht mehr ausreichen würde, um bis zum Abwurfpunkt der Bombe oder gar wieder nach Hause zu kommen, wird der Weg zur alten Icarus I beibehalten und es kommt nach dem Andocken bis zum Ende des Films zu weiteren Zwischenfällen, die die Crew nach und nach reduziert …
Ich fand den Film von der Handlung her bis zum Andocken an die alte Icarus I recht klasse und wäre nur voll des Lobes gewesen, wenn er seine logische Bahn beibehalten hätte. Aber was danach alles passiert, wie oft absolut unlogische Passagen eingestreut wurden, bis zu dem durchgeknallten, halb angegrillten Pinbacker, dem Kapitän der Icarus I, hat es dann doch etwas versaut. Nicht das der Film nicht weiter spannend und gut gemacht war, aber sorry, das war mir dann doch etwas zu unlogisch und wird durch die hektischen Schnitte in actionreichen Momenten leider auch nicht besser.
BTW.: Ich kann nicht verstehen, dass dieser Film schon des öfteren in Kritiken etc. mit 2001 verglichen wurde. Die Odyssee ist mehr als nur einen Meilenstein in der SciFi-Filmgeschichte. Das hat so was, als wenn man versucht Regisseur Danny Boyle krampfhaft auf eine Ebene mit Stanley Kubrick stellen zu wollen, ohne das er auch nur in die Nähe des Niveaus und der Perfektion eines Kubrick kommt. Aber vielleicht sehe ich das als ein absoluter Fan von 2001: Odyssee im Weltraum auch etwas zu eng …
Mein Fazit zu diesem Film: Klasse anzusehen (besonders im Kino), tolle Bilder die begeistern, eine Story, die gut unterhält, aber auch einige unlogischen Momente, die man besser nicht zu genau hinterfragt, wenn man nur 107 Minuten Unterhaltung sucht.



