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Tag: Daniel Craig
James Bond 007: Ein Quantum Trost

Aufgrund des ganzen Hypes der im Augenblick um den neuen James Bond in den Medien gemacht wird, hatte ich mich wirklich auf Ein Quantum Trost gefreut. Zumal ich den ersten 007 mit Daniel Craig im Kino verweigert und mir dann nach der DVD gewünscht hatte, ihn doch im Kino gesehen bzw. erlebt zu haben.

Vorweg erst mal, nein, auch dieses ist wieder kein Bond der alten Schule, den sich sicher immer noch viele der Fans der bekannten Filme wünschen. Es ist wieder nur ein Actionfilm mit einem Hauptdarsteller, der diesen Namen trägt. Einzig Judi Dench als M erinnert noch an die gute, alte Zeit. Kein Q, keine besonderen Gimmicks, kein “Mein Name ist Bond, James Bond” und auch kein Martini. Nur ein Aston Martin, der bereits am Anfang des Films geschrottet wird.

Zum Film selbst. Er setzt kurz hinter dem Ende des ersten Teils an. Soll heißen, wer den ersten Teil nicht gesehen hat, bekommt bereits am Anfang die ersten Probleme. Und diese James Bond Verfilmung gibt auch bereits in den ersten Minuten extrem Vollgas. Hektische Schnitte, wackelige Bilder und Verfolgungsjagden sind die erste ¼ Std. die Regel, um dann langsam etwas abzuflachen und leider mit einer vorhersehbaren Story zu langweilen. Selbst das Ende, bei dem mal eben ein komplettes Hotel in seine Einzelteile zerlegt wird, reißt es dann nicht mehr raus.

Mein Fazit: Es hätte viele Möglichkeiten gegeben, diesen Film richtig spannend zu gestalten, aber leider ist das zumindest für meinen Geschmack etwas daneben gegangen. Daher, wer meint ihn unbedingt im Kino sehen, nur zu, aber jetzt nach dem Film, hätte ich dann doch lieber auf die DVD oder die Ausstrahlung im TV gewartet.

PS. Wer kam bei der FSK eigentlich auf die Idee, diesen Film ab 12 Jahren frei zu geben?

Casino Royale - 007

Ursprünglich wollte ich mir den neuen Bond, Casino Royale, ja nicht ansehen. Ich bin irgendwie zu sehr begeistert von den “Originalen”, den älteren James Bond Verfilmungen, mit z.B. Sean Connery und Roger Moore. Aber da Morph so nett war, mir seine DVD einmal auszuleihen, habe ich es dann doch getan.

Zum Eingewöhnen gibt es gleich nach zwei Auftragsmorden für den Secret Service und nach Erhalt des 00-Status zum Start eine rasante, teilweise etwas arg übertriebene, aber keineswegs schlechte Verfolgungsjagd von einem Markt, über eine Baustelle, bis in eine Botschaft, die dieses im Abschluss nur knapp übersteht. PS. Bei selbiger und auch im ganzen Film fängt sich dieser James Bond (Daniel Craig) doch tatsächlich ein paar derbe Schrammen ein.

Aber weiter! James Bond soll in seinem ersten Auftrag herausbekommen, wer den internationalen Terrorismus finanziell unterstützt und er geht dabei nicht gerade zimperlich vor. Bei einigen Szenen habe ich mich dann sogar etwas gewundert, dass der Film noch eine Freigabe ab 12 Jahren erhalten hat. Ich tippe fast, dass wenn die hübsche Vesper Lynd (Eva Green), die Bond zur Seite gestellt wird, etwas mehr Haut gezeigt hätte, dann wäre es wohl nicht bei der 12 geblieben. ;)

Meine ursprünglichen Vorbehalte habe ich zwar noch immer, es ist definitiv kein Bond! Zumindest nicht, wie ich ihn aufgrund der bisherigen Verfilmungen erwartet hätte. Trotzdem ist Casino Royale ein verdammt guter Actionfilm geworden, den ich besser doch im Kino hätte ansehen sollen!

Abschließenden Randbemerkung: Es ist wider einiger Meinungen eine “Neuverfilmung”! Das Original ist von 1967 mit Peter Sellers, David Niven und Ursula Andress als Vesper Lynd, die man aber besser nicht mit diesem James Bond vergleichen sollte …