Zum Inhalt springen

Archiv

Tag: Debian

sidux ist eine auf Debian Sid aufbauende Distribution, die den Vorteil hat, dass es ein Rolling Release ist und mit eigenem Kernel und eigenen Skripten versehen wurde, um eine gewisse Stabilität zu wahren. D.h. komplette Systemupgrades, wie z.B. bei Ubuntu Gutsy auf Hardy oder Debian Sarge auf Edgy sind nicht mehr nötig! Da sidux aber auf Sid, dem Debian Unstable, beruht, heißt das auch, dass bei einigen Paketen nicht immer gewährleistet werden kann, dass alles verfügbar ist oder einwandfrei funktioniert. Aber dazu gleich noch mehr.

sidux Desktop

Vorweg erst mal, ich habe die KDE-Lite Version sidux 2008-01 als Installation von der Live-CD in VirtualBox getestet. In VirtualBox, weil ich nicht schon wieder alles neu einstellen wollte und ein bis zwei USB-Geräte ließen sich daher trotz der dennoch guten Unterstützung von selbigem, leider nicht austesten …

Selbst in der Lite Version bringt sidux bereits eine Menge an Software (etwa 550MB) mit, wobei sidux sich dabei streng an den Debian Gesellschaftsvertrag bzw. die DFSG hält. D.h. einiges sucht man vergeblich in den Quellen und muss auf Fremdquellen ausweichen, sofern man um z.B. Adobe & Co. nicht herum will. Die gängigsten KDE Anwendungen und Pakete aus Debian sind bereits vorinstalliert und man kann, wie auch von z.B. Ubuntu gewohnt, sofort loslegen. Die ersten, wichtigen Einstellungen erledigt man bequem im komfortablen sidux Kontrollzentrum. Von Bildschirmauflösung bis hin zu Kernelmodulen findet sich dort fast alles, was zu benötigt wird. Als Paketmanager wird Debiantypisch apt angeboten, von grafischen Installern wird grundsätzlich abgeraten! Auch um das System aktuell zu halten verwendet man dist-upgrade von apt oder smxi, ein Skript für diesen Zweck.

So weit so gut. sidux läuft wider Erwarten recht schnell und auf Probleme stößt man kaum, wenn man mit KDE leben mag. Alternativ sind auch noch xfce4, fluxbox, fvwm-crystal und IceWM zu empfehlen und einfach über den grafischen metapackage-manager nachzuinstallieren, wer jedoch z.B. wie ich Gnome bevorzugt, der beißt schnell in die Tischkante! Während des Testens von sidux ist es mir nicht einmal gelungen Gnome als metapackage zu installieren. Es war immer irgendein Paket, das darin enthalten ist, als nicht installierbar markiert, so dass nur der Weg über eine Einzelinstallation der Pakete blieb. Aber spätestens beim nächsten dist-upgrade stößt man dann ggf. erneut auf Probleme. :(

Kurzes Fazit der Aktion: sidux ist klasse, wenn man mit KDE oder einer der aufgeführten Alternativen leben kann. Die Hardwareunterstützung braucht sich wirklich nicht zu verstecken und das System ist immer aktuell. Ich werde jedoch trotz des Wunsches ein Rolling Release zu verwenden, wieder mal bei einem Ubuntu oder einem der Derivate bleiben müssen, da ich Gnome einfach vorziehe und trotzdem die Vorzüge eines einigermaßen aktuellen Systems, das sich wie ein Debian verhält, genießen möchte.

Logo - Linux MintMein Ubuntu hat seit dem letzten Upgrade auf Version 7.10 (Gutsy) noch immer einige Macken, die zwar nicht unbedingt bei der Nutzung stören, aber da ich eh mal was Neues ausprobieren wollte, spielte ich die letzte Zeit mit einigen Distributionen herum. So fiel dann nach einem ausgiebigen Experiment mit Foresight und einem “Rückschritt” zu Debian, nun letztendlich die Wahl auf das optisch aufgepeppte Ubuntuderivat Linux Mint 4.0 (Daryna).

O.K. eigentlich wollte ich irgendwie ja mal wieder etwas anderes als eine auf einem Debian bzw. Ubuntu basierende Distribution ausprobieren, weshalb ich auch einige Einarbeitungszeit in Foresight, u.a. auch wegen dem dort verwendeten Conary, investiert hatte. Aber es hakt mir da noch an zu vielen Stellen, mutt und einige andere Softwarepakete sind nicht mal dabei und man merkt, dass es doch noch etwas Reife bedarf.

D.h. die Tage (sofern ich die Zeit dafür finde, sonst auch etwas später) wird mein Gutsy das Zeitliche segnen und durch Daryna ersetzt werden. Die Backups sind bereits gemacht, Mint liegt hier bereits auf CD und es wartet nur noch drauf installiert zu werden.

Über das Ergebnis oder gar unverhoffte Probleme etc. berichte ich dann …

ubuntu-karneval.jpgRoman aka Yoda hat in seinem Blog vom 25.05.07 bis zum 01.06.07 zu einem Blog-Karneval mit dem Thema Ubuntu aufgerufen. Er möchte damit den Gemeinschaftssinn, der hinter der Idee von Ubuntu steckt, etwas hervorheben und so ganz nebenbei auch noch den Bekanntheitsgrad der ohnehin schon recht beliebten Linux-Distribution erhöhen. Als Thema ist an sich nur Ubuntu gefordert. Es muss es keineswegs ein rein technischer Beitrag sein, sondern er möchte z.B. auch lesen, wie man zu Ubuntu gekommen ist oder warum man es garnicht verwenden will oder kann.

Da ich diese Idee wirklich gut finde, hier nun mein Beitrag zum Blog-Karneval als kleines Selbstinterview:
weiter lesen…

Ubuntu

Bisher bin ich der absolute Debian Fan gewesen. Ich hatte bereits mehrere Linux Distributionen hinter mir bzw. lange Zeit verwendet und war nach SuSE, RedHat, Mandrake etc. eigentlich bereits seit Jahren bei Debian hängen geblieben. Warum also nun Ubuntu? Ganz einfach, ich wollte an sich mein System auf dem Arbeitsrechner mal brutal ausmisten und wieder ein sauberes Debian stable aufspielen, als mir die diversen Artikel zu Ubuntu wieder in den Sinn kamen.

Ubuntu (das Wort Ubuntu kommt aus den Sprachen der Zulu und der Xhosa und steht für „Menschlichkeit“ und „Gemeinsinn“, aber auch für den Glauben an ein „universelles Band des Teilens, das alles Menschliche verbindet“) ist eine komplett frei erhältliche Distribution, die auf Debian aufgebaut ist oder wie es so schön auf einer der Seiten zu Ubuntu heißt:

Debian is “the rock upon which Ubuntu is built”.

Also eine mir wohl bekannte Umgebung mit dem dicken Plus einer weitaus mehr auf den User ausgelegten Distribution und daher teilweise auch wesentlich aktuellere Versionen der einzelnen Pakete im Vergleich zum Debian stable. Und das war es dann, was mich dazu veranlasste Ubuntu mal zu probieren, um den manchmal recht langen Weg der Konfiguration etwas abzukürzen.

Die Installation war so einfach wie noch nie! Nur die wichtigsten Fragen wurden gestellt, der Rest lief komplett automatisch. Nach nicht mal 30 Min. war ich mit dem Groben durch und der Gnome Desktop lief. Klasse! Nun nur noch ein paar Konfigurationsdateien aus meinem alten Debian und nach dem Anpassen der Sourcelisten und ein paar Aufrufen von apt lief wieder alles.

Nach etwas Eingewöhnung, wenn man die kleinen Unterschiede zu Debian (z.B. kein Login als root oder su, nur sudo geht) erst mal alle verarbeitet und ggf. nach seinen Bedürfnissen abgeändert hat, fühlt es sich sogar wieder wie ein Debian an, nur jetzt heisst es Ubuntu. :)

Ergo auch ein nettes Linux für Anfänger, denen die Konsole eher unheimlich ist und denen u.a. daher ein Debian bisher nicht zu empfehlen war!