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Tag: Internet

Gestern war bei heise.de mal wieder eine Art Schäuble Tag. Erst die Meldung von Google, dass sie das Angebot der lebenslangen Mailadressen (Gmail bzw. Googlemail) mit diversen Features für Deutschland ggf. wieder dicht machen müssen, da sie sonst Gefahr laufen würden, ihren Ruf in Sachen Sicherheit und Kundendaten zu verlieren, wenn sie den Wünschen unserer Regierung entsprechen wollen. Und dann am Nachmittag, dass unser geliebter Innenminister mal wieder oder immer noch trotz massiver Kritik Online-Durchsuchungen für “lebensnotwendig” erachtet (natürlich kurz nachdem in den Medien mal wieder die Angst mit bösen Worten wie “Terrorismus” und “Anschläge in Deutschland möglich” geschürt wurden).

Nicht das es schon nervig genug ist zu wissen, dass man als kleiner Nutzer nichts gegen eine Online-Durchsuchung machen kann (glaubt man ja nicht, dass da Firewalls, Antiviren etc. auch nur Ansatzweise helfen würden) und somit permanent Gefahr läuft, dass die privatesten Daten ausspioniert werden. Nein, jetzt überlegen auch schon die Großen, wenn auch widerwillig, ob sie ggf. sogar das sinkende Schiff “deutsches Internet” verlassen, ehe sie gegen Ihre Prinzipien verstoßen müssen. Klasse Wurst!

Ein spassiges Onlineangebot entdeckt: Geogen bietet einem Verbreitungskarten für Familiennamen in Deutschland und auch für Österreich.

Man kann über die Startseite nach seinem Nachnamen suchen und sich die Verbreitung nach Regionen anzeigen lassen. Bei mir sieht das dann z.B. so aus:

Verbreitungskarte Geogen


O.K., alle sind leider nicht erfasst, da zur Ermittlung die vorhandenen Telefonbucheinträge verwendet werden und Leute, wie meiner einer, die keinen Eintrag haben machen lassen, sind natürlich nicht dabei. Aber trotzdem bietet das Onlineangebot eine recht gute Übersicht. In meinem Fall kann man z.B. trotz des Seltenheit des Namens gut meine Wurzeln in der Nähe von Wittmund erkennen. ;)

Tagesschau.de titelte heute ein Interview mit Strafverteidiger Udo Vetter, der auch den bekannten Law Blog betreibt, mit: Der Argwohn gegen Blogger wächst

Ein interessantes Interview, bei dem es um das in der Bloggerszene heiß diskutierte und leidige Thema der Abmahnwelle bezüglich Blogs geht.

Ich habe nach dem Lesen des Artikels erst mal meinen kompletten Blog etwas überflogen und ein, zwei Kommentare und Beiträge gelöscht, aber richtig wohl fühle ich mich jetzt noch immer nicht … :(

Gut 15 Monate nach Veröffentlichung der letzten Version ist gestern SELFHTML in der neuen Version 8.1.2 (IMHO jetzt ohne die Mitarbeit von SelfHTML-Gründer Stefan Münz) released worden. Es sind neben 307 eingearbeiteten Bugtrackermeldungen u.a. Änderungen zum Thema Internet Explorer 7 bzw. aktuellen Browsern, CSS 2.1 und 3 eingeflossen, so dass das beliebte, umfangreiche Referenzwerk wieder recht aktuell sein sollte.

Ach ja, nur mal so am Rande. Gerade die Postanschrift vom Verein SELFHTML e.V. gesehen. Kein Wunder, dass es mir, als langjährigem Kieler, so gut gefällt. ;)

Ralph Segert pflegt bereits seit November 2004 die Anleitung “Mit Firefox per Du” unter der Domain firefox-anleitung.net, die aus zurzeit elf Kapiteln besteht und sich an die weniger erfahrenen Internetuser und Einsteiger wendet, um den Umstieg vom iE auf den Firefox 2.0 erfolgreich zu meistern.

Die 11 aufeinander aufbauenden Kapitel beinhalten grundlegende Erklärungen in Text, Bild und auch als Videotutorials. Wer danach noch Fragen hat, dem steht dann der Blog als Diskussionsmedium zur Verfügung. Eine gute Idee, wie ich finde!

Bereits gestern in Heise News: “CDU-Berichterstatter will Verbindungsdaten gegen Urheberrechtsverletzer einsetzen

Das heißt, es wird seitens der CDU überlegt, ob man die zur Bekämpfung schwerer Straftaten auf Vorrat zu speichernden Internet-Verbindungsdaten der Provider zur Ermittlung von Urheberrechtsverletzungen verwenden kann. Sony wollte ja schon mal ähnliches …

Könnte mir ja fast egal sein, da ich zu 90% Linux nutze, meine Windowssoftware entweder gekauft oder Freeware ist und es wohl vorrangig Nutzer der diversen Tauschbörsen betrifft, die ich nicht nutze. Nur wo ist da die schwere Straftat, die diese Nutzung rechtfertigt? Und wo hört das auf? Denn zum zitierten Focus Interview steht da auch:

Wer sich im Netz bewege, könne nicht davon ausgehen, “immer inkognito zu sein”. Gleichzeitig forderte Krings, dass die anonyme Nutzung des Internet in Deutschland erschwert werden müsse.

Hallo? Ich meine ich kann gerade mal so damit leben, dass ich wenn ich auf einen Bahnhof gehe, sofort erfasst werde und meine Biometrischen Daten mit Verbrecherdatenbanken abgeglichen werden, da es sich hier ja immerhin um Personenschutz und unser alle Wohl handeln soll, aber das schreit ja gerade zu nach Personenüberwachung und -kontrolle von oben. Sry, aber da wird mir langsam echt schlecht!

Ich bin daher für ein Gegenangebot: Da Politiker ja Personen des öffentlichen Lebens sind, sollten sie mit gutem Beispiel voran gehen und wenn sie solches fordern, dann sollen sie bitte auch ihre Daten und ihr Nutzerverhalten offen einsehbar machen lassen! Möchte doch zu gerne mal wissen, wo sich unsere Politiker im Netz so herumtreiben und was sie z.B. ihren Sekretärinnen so an Emails schicken. :mrgreen:

Für die Flickr Fans unter uns dürfte folgender Link, den ich auf Cybernet entdeckt habe, mehr als interessant sein:

Preloadr

Preloadr ist eine Onlineanwendung. Es muss nichts installiert werden. Alles was man benötigt ist ein Flickraccount und ein Browser. Wenn man sich über Preloadr bei Flickr einloggt, kann man nun bequem seine Bilder bearbeiten. Dabei reicht die Palette vom einfachen Drehen, Spiegeln, Ausschnitt wählen etc. bis hin zum Nachbelichten, Schärfen, Ebenen mit neuen Grafiken einfügen usw.. Kurz um, Preloadr bietet die wichtigsten Funktionen einer brauchbaren Bildbearbeitungssoftware und ist zumindest mal einen Blick wert!

Nachdem gestern Abend mitten beim WoW unterwegs mit einer 20′er Raid mein Router bzw. das Netzteil von selbigem meinte, er müsse sich sang- und klanglos verabschieden, wollte ich mir ansich ja nur ein neues Steckernetzteil besorgen. Doch denkste! Erstens war ein passendes so gut wie garnicht aufzutreiben und zweitens hätte es dann ganze 25 Euronen gekostet, was ich bei den aktuellen Preisen für Router absolut nicht einsehen wollte.

Daher hier nun mein neuer für “nur” 44,00€ und jetzt mit WLan, da man ohne ja kaum noch bekommt:
D-Link DI-524P
Die Antenne sieht witzig aus und das WLan lässt sich leider nicht abschalten, aber hey was solls! Er hat immerhin weiterhin noch 4 Ports im 10/100 Switch, kann der auch sonst noch etwas mehr als mein alter DI-707P und wer weiß, irgendwann brauche selbst ich vielleicht mal WLan. ;)

Ich bin zurzeit richtig sauer und geladen. Bisher war ich mit dem Service und der angebotenen Leistung von Versatel immer zufrieden und habe auch anderen diesen Anbieter empfohlen. Doch nun glaube ich, klemmt es ganz gewaltig!

Versatel bietet seit kurzem ADSL2+ mit bis zu 20MBit/s an und nach Verfügbarkeitsprüfung wäre ich in der glücklichen Lage, einen solchen Anschluss zu erhalten. Ich wollte nun gerne das neue Angebot nutzen und habe, wie der brave Kunde es machen soll, online meinen Änderungsantrag ausgefüllt und wartete gespannt auf Nachricht, wann es denn nun losgehen kann.

Doch was bekomme ich zurück? Eine Mail, dass der Umstieg aufgrund meiner Vertragslaufzeit erst ab dem 01.04.2007, also erst in einem Jahr erlaubt ist! Da ich ja ein optimistischer Mensch bin, ging ich “natürlich” von einem Fehler aus, da man mir u.a. auch schon letztes Jahr, IMHO etwa 3 Monate nach dem Schalten des Anschlusses, telefonisch sagte, ich könne durchaus wechseln, wenn ich z.B. DSL 6000 erhalten möchte und sogar so nett war, mir ein Änderungsformular per Post zu schicken, dass ich jedoch nie verwendet hatte. Doch auch hier Fehlanzeige! Der hilfsbereite Mensch vom Support teilte mir mit, dass dieses tatsächlich so gehandhabt wird und das diese Anfrage öfter kommt, jedoch von ihnen immer abgelehnt werden muss. Sprich, sie dürfen und können es nicht vor Ablauf des Vertrags ändern! :(

Ich verstehe wirklich nicht (davon mal ganz abgesehen, dass es irgendwie komisch ist, einen Antrag in der Kundenverwaltung angeboten zu bekommen, der nicht genutzt werden kann), dass es nicht möglich sein soll, seinen Anschluß zu ändern bzw. wie in meinem Fall zu vergrößern. :?

Es ist ja nicht so, dass ich dadurch sparen würde. O.K. reich wird die Versatel mit dem monatlichen Differenzbetrag auch nicht, aber immerhin wären das, wenn ich mir meine bisherigen Rechnungen so betrachte, im Schnitt mind. 6-7 Euro mehr Umsatz. Aber das steht hier ja auch nicht zur Debatte. Ich könnte dieses Verhalten ja verstehen, wenn ich vorzeitig aus meinem Vertrag aussteigen wollen würde, aber dem ist ja nicht so! Im Gegenteil, ich will mich mit der Vertragswandlung ja sogar weiter an die Versatel binden! Sie hätten so einen Kunden, der mind. noch ein Jahr länger bei Ihnen bleiben müsste und nicht nach Ablauf des ersten Vertrages den Anbieter wechseln kann, weil dieser vielleicht billiger ist.

Als letzten Hoffnungsschimmer werde ich evtl. noch eine Mail an die Beschwerdeabteilung schicken, aber ich glaube nicht, dass es mir auch nur einen Tick weiter hilft. Im Gegenteil, ich bezweifel stark und der Supporter von Versatel, der mir netter Weise die Emailadresse von der Beschwerdeabteilung gegeben hatte, machte mir am Telefon auch nicht gerade viel Hoffnung, dass es was bringt.

Einen genialen und kostenlosen Service im Netz gefunden, browsershots.org. Er fertigt einem Screenshots von einer Domain bzw. Adresse im Netz mit diversen Browsern an. Richtig praktisch, wenn man nicht alle Browser parallel installiert hat bzw. mit einem anderen System unterwegs ist, wofür nicht alle zu bekommen sind und sehen möchte, wie sich die Seite verhält. So bin ich u.a. auch zu einem Screenshot mit dem Safari 2.0 gekommen. :)

Das Verfahren ist einfach, man übergibt browsershots.org im Startfenster einfach eine Adresse und kann sich nun entscheiden, ob man gucken möchte, ob bereits welche von dieser Adresse bestehen oder man lässt neue Screenshots machen und muss sich dann allerdings etwas gedulden. Aber es lohnt sich!

BTW. die Seite bietet auch eine Warteschlange, in der man jederzeit nachsehen kann, wie weit die Screenshots sind. Meine finden sich z.B. hier.