Spider-Man 3

Nach dem ich ja als “alter” Marvel-Fan bereits Teil 1 und 2 im Kino und auf DVD gesehen hatte, waren wir gestern nun auch in den lang erwarteten Spider-Man 3 gegangen.

Peter Parker (Tobey Maguire) hat sein Leben als Spider-Man und mit Mary Jane (Kirsten Dunst) in Einklang gebracht und möchte selbiger einen Heiratsantrag machen. Parallel ereignet sich jedoch einiges. Ein ausserirdischer Symbiont, der negative Eigenschaften verstärkt, heftet sich an ihn, Peter Parker erfährt, dass der Mörder von seinem Onkel ein anderer war, als der, den er gestellt und dabei versehentlich getötet hatte, sein Job als Fotograf wird ihm von Eddie Brock (Topher Grace) streitig gemacht und sein bester Freund, Harry Osborn (James Franco), will sich noch immer als New Goblin an ihm für den Tot seines Vaters, den Green Goblin, rächen, ist jedoch dank einer Amnesie durch einen Schlag gegen den Kopf bei einer Verfolgungsjagd erst mal kein Problem.

Die Geschichte nimmt ihren Lauf, der Symbiont verändert Peter Parker und verstärkt seine negativen Eigenschaften und seine Fähigkeiten als Spider-Man. Flint Marko (Thomas Haden Church), der Mörder von Pakers Onkel, wird auf der Flucht durch einen Unfall zum Sandman und nachdem sich Spider-Man von dem Symbionten trennen konnte, wechselt dieser auf Eddie Brock, der durch ihn zu Venom wird. Soweit so gut, mit dem Goblin drei Gegner geschickt in die Story eingeflochten. Wenn da nicht dieses Liebesgesäusel zwischen Peter und Mary Jane gewesen wäre! Sorry, aber das hat den Film dieses mal etwas zu sehr gestreckt. Es ist weitaus schmalziger und theatralischer als in den ersten beiden Teilen und ermüdete einen zweitweise doch recht arg. Sicher ist es wichtig, zu sehen, was Peter Parker belastet. Davon lebte ja auch das Comic. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Helden war dort die Sorge um andere und die Belastung aus dem Gewesenen fast nie aus den Augen verloren worden, aber so schmalzig war es glaube ich nie …

Naja, gegen Ende wurde dann zum Glück ordentlich aufgedreht und es kam zu einem actionreichen Showdown. Alle vier Superhelden in einem Endkampf. Hatte was!

Mein Fazit: Der erste und auch der zweite Teil sind um Welten unterhaltsamer und spannender gewesen, aber den Film anzusehen hat sich trotzdem noch gelohnt. Ich kann ihn daher, trotz des Gesäusels, noch immer jedem Comicfan empfehlen und er wird sicher auch einen Platz in meiner DVD-Sammlung neben den ersten beiden Teilen finden.