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Tag: Linux

Die meisten Gnome Nutzer kennen sicher auch Gnome Art. Dort gibt es eine Sammlung an Themes, Wallpaper, Splashscreens und Icons, also alles was man zum Verschönern des Desktops braucht.

Gnome-Art Next Gen

Den ganz Faulen unter uns, die gerne mal wechseln und nicht jedesmal erst dort alle Seiten absurfen möchten, sei Gnome-Art Next Gen, der Nachfolger von Gnome-Art, empfohlen!

Das kleine Tool klinkt sich nach der Installation in Anwendungen » Systemwerkzeuge ein und nach einem ersten Aufruf und kurzem Download der Previews, kann man bequem auswählen und nach Lust und Laune installieren. :-)

Die Installation unter Ubuntu und Debian sollte dank des dort angebotenen Pakets kein Problem darstellen und alle anderen können entweder auf eine kompilierte Version oder den Source zurück greifen.

Viele Nutzer und Einsteiger in Linux möchten gerne schnell und einfach sehen können, welche Netzwerkverbindungen gerade bestehen, oder wenn es mal wieder etwas hakt, wissen, welche Anwendung gerade die zur Verfügung stehende Bandbreite verbraucht.

Der erfahrene Konsolennutzer verwendet in einem solchen Fall wahrscheinlich netstat und erhält dann das gewünschte Ergebnis. Oder es wird gleich auf Tools wie z.B. nmap zurückgegriffen. Aber der einfache User kommt damit nicht so schnell ans Ziel, zumal diese Tools oft root-Rechte erfordern und/oder die möglichen Optionen schnell in die Irre führen können.

Net Activity Viewer

Für die, die nur mal eben wissen wollen, welche Anwendung gerade im Netzwerk Bandbreite nutzt oder denen, die gerne schnell mal nebenbei gucken wollen, sei hier der Net Activity Viewer von Mihai Varzaru empfohlen. Leider ist er noch in keiner der mir bekannten Distributionsquellen enthalten, so dass man ihn, wenn man ein Ubuntu- oder Debianderivat nutzt, erst mit dem dort verfügbaren Paket installiert kann oder aus dem Source heraus (Anleitung siehe Homepage) erst selber erstellt werden muss.

TerminatorNein, nicht der Film, hier geht es um die flexible Konsole für den Gnome Desktop.

Ja, auch wenn Linux sich auf den ersten Blick dank hilfreicher GUIs langsam aber sicher immer mehr von der Konsole entfernt, so braucht man sie immer noch und dann oftmals auch gleich mehrere, wenn man z.B. per ssh auf Servern etc. arbeiten möchte.

Bisher war ich eigentlich aus Gewohnheit immer wieder bei xterm gelandet, aber der Terminator hat den entscheidenden Vorteil, die offenen Gnome Konsolen in einem Fenster variabel nebeneinander anzuzeigen und man kann sie so einfach mit einem Klick minimieren oder alle anzeigen ohne beim Tabben den Überblick zu verlieren. Screenshots und die Dokumentation bekommt man im Blog des Autors zu sehen und die Installation der aktuellen Version ist unter Ubuntu Intrepid Ibex (8.10), da es in den Quellen enthalten ist, mit “apt-get install terminator” wie so oft ein Kinderspiel. :-)

Seit dem 2.6.26′er Kernel, wird die HVR-900 direkt unterstützt, jedoch die Firmware muss noch von Hand eingepflegt werden, was sich in dmesg wie folgt zeigt:

firmware: requesting xc3028-v27.fw
xc2028 0-0061: Error: firmware xc3028-v27.fw not found.

D.h. die lästigen Schritte immer erst ein Kernelmodul mit dem experimentellen V4L zu bauen, mit dem die Hauppauge HVR-900 mag und dann zu hoffen, dass die Webcam damit noch will, sind vobei. :)

Einziges Problem ist es noch, die Firmware zu bekommen! Hier ist aber LinuxTV.org nach einigem Stöbern recht hilfreich. Dort ist ein Perlskript zu bekommen, dass einem die Firmware aus dem Windows-Treiber extrahiert. Daher hier eine kurze Erläuterung der Schritte:

Den benötigten Windows-Treiber (entsprechend den Kommentaren im Perlskript) und natürlich das Perlskript besorgen und ausführbar machen:

wget http://www.steventoth.net/linux/xc5000/HVR-12x0-14x0-17x0_1_25_25271_WHQL.zip

wget http://linuxtv.org/hg/v4l-dvb/raw-file/3fe430c056b5/linux/Documentation/video4linux/extract_xc3028.pl

chmod u+x extract_xc3028.pl

Die Datei mit der enthaltenen Firmware entpacken

unzip -j HVR-12x0-14x0-17x0_1_25_25271_WHQL.zip Driver85/hcw85bda.sys

und mit dem Skript die Firmware extrahieren und an den richtigen Ort kopieren, damit sie gefunden wird:

./extract_xc3028.pl
sudo cp xc3028-v27.fw /lib/firmware

Danach sollte dem TV-Vergnügen nichts mehr im Weg stehen.

PS.: Ich verwende für den digitalen Empfang immer noch gerne Me TV für Gnome. Einfach nur gut und der Stream ist auch recht praktisch.

Bereits heute, 5 Tage vor dem Release, habe ich dann dann doch Ubuntu 8.10, Intrepid Ibex, statt Sidux installiert.

Soll heißen, eigentlich wollte ich ja statt eines Upgrade auf ein System mit Rolling Release umsteigen, um zukünftig einem Komplettupgrade aus dem Weg zu gehen. Aber leider ist mir Sidux für ein Desktop-System zur Zeit nicht gerade wirklich aktuell genug bzw. hinkt arg hinterher …

Das Upgrade per Update Manager war ein absolutes Kinderspiel. Man merkt, dass der Schritt von 8.04 auf 8.10 mehr ein kosmetischer ist. Wirklich große Veränderungen sind daher auch nicht zu bemerken. Sicher sind da der aktuelle Kernel 2.6.27, Gnome 2.24, X.org 7.4 und Gimp 2.6 etc., aber das hätte man mit etwas Handarbeit auch so hinbekommen. Vermissen tue ich jedoch das neue OpenOffice. Es ist im Release Candidate leider immer noch die Version 2.4 enthalten, obwohl das 3′er seit zwei Wochen zu bekommen ist.

App. neuer Kernel: Eigentlich sollte meine HVR-900 vom Kernel inkl. Firmware schon seit 2.6.26 unterstütz werden, aber dem ist wohl irgendwie nicht so!?! Zumindest sieht es so aus, als wenn dem Stick noch die Firmware fehlt (dmesg meldet “Error: firmware xc3028-v27.fw not found”). Denke da muss ich wohl zumindest selbige nochmal von Hand einpflegen. :(

Linux ist in Sachen Grafiktools weniger schlecht gesegnet, als viele annehmen. Ein gutes Beispiel ist die Oberfläche Hugin für die PanoTools. Mit diesem GUI bzw. diesem Tool und ein bis zwei Hilfmitteln, bekommt man eine Panoramasoftware, die weitaus mehr kann, als einfach “nur” Bilder sauber aneinander zu reihen.

Hugin - Panoramavorschau

Hier ein “kleines” Beispiel: Blick vom Eidersperrwerk Richtung Eider aus 9 Bildern automatisch mit autopano-sift zusammengesetzt.

Die fertige, beschnittene Version (ca. 1,7MB) kann hier als Jpeg betrachtet werden …

Hugin - Panorama Tools Oberfläche

Ich finde, dafür dass Hugin meinte, dass die Bilder schlecht passen (bewegte Flächen durch fließendes Wasser), kann sich das Ergebnis recht gut sehen lassen, zumal es noch nicht optimiert wurde! ;)

Die Installation mit dem IMHO wichtigsten Hilfsmittel ist unter Ubuntu wieder mal ein Kinderspiel:

sudo apt-get install hugin autopano-sift

Wer gerne weichere Überblendungen erhalten möchte, der installiert sich noch (sofern nicht bereits automatisch installiert) Enblend wie folgt:

sudo apt-get install enblend

Nach dem ersten Start von hugin müssen wir ihm jetzt nur noch erzählen, wo bzw. welche Hilfsmittel es verwenden soll. Dieses geschieht unter “Datei/Einstellungen”. Dort den Reiter Autopano wählen und oben bei “Autopano wählen” das “Autopano-Sift” auswählen, dann den Haken bei “Alternatives Autopano-Sift Programm verwenden” markieren und drauf achten, dass dort in Folge “autopano-complete” und “–output %o –points %p %i” als Argumente eingetragen sind. Für Enblend gilt prinzipiell das Gleiche im Folgereiter, wieder den Haken markieren und drauf achten das dort in Folge “enblend” und “-v” als Argument angegeben ist. Nun noch den Button “Anwenden” gedrückt und nach einem Neustart von hugin kann man bereits etwas experimentieren.

Wer noch Anregungen und Ideen sucht, dem lege ich die deutschsprachige Seite panoclub.de nahe, wo u.a. auch ein gutes Tutorial angeboten wird.

Vorgestern habe ich mich dann nach langem Zögern von meiner guten, alten Cherry G80 mit Klick verabschiedet und mir eine Logitech G15 gegönnt. Unter Windows ist die Installation ein Kinderspiel und Spielereien, wie der TeamSpeak-Monitor, sind auch schnell installiert. Aber ich verwende Linux, bzw. hier ein Ubuntu Hardy.

Ich habe mir daher diverse Lösungsansätze und auch die Seite der G15Tools angesehen und mich dann, nach dem Durchforsten der Quellen für die bereits in Universe verfügbaren, aktuellen Pakete und somit den einfachsten Weg entschieden. :mrgreen:

Nachdem ich Gnome erzählt hab, welche Tastatur ich mir gegönnt habe (System/Einstellungen/Tastatur und dort unter Belegung die G15 auswählen), funktionierten alle normalen Tasten wieder ordnungsgemäß und als nächstes habe ich dann, wie folgt, alles Nötige nachinstalliert, um auch die Zusatztasten und das LCD-Display nutzen zu können.

sudo apt-get install g15composer g15daemon libg15-1 libg15daemon-client1 libg15render1

Man sieht bereits kurz nach der Installation per Apt, durch die Anzeige der Uhrzeit im Display der Tastatur, ob alles geklappt hat und man kann sich die Zusatztasten (die Keycodes findet man in der Manpage zum g15daemon) wie gewohnt belegen.

Jetzt ist aber nur eine Uhrzeit auf dem Display natürlich nicht unbedingt so der Hit, man möchte ja eigentlich mehr sehen können. Z.B. Prozessorlast und Speicherauslastung oder auch noch andere Funktionen. Um diese zur Erhalten kann man z.b. g15lcd von den G15Tools oder, wie ich, das recht geniale lcdproc verwenden, welches aufgrund dessen, dass es schon lange für diverse LCD-Screens verwendet wird, eine recht breite Unterstützung hat. Letzteres hat leider den Haken, dass die erforderliche g15.so, also der entsprechende LCD-Treiber in Ubuntu nicht enthalten ist, wie man auch dieser Meldung entnehmen kann. Trotzdem habe ich mir wie folgt lcdproc mit dem LCDd installiert:

sudo apt-get install lcdproc

Damit lcdproc nun auch weiß, welches Display es später verwenden soll, muss in “/etc/LCDd.conf” die Zeile “Driver=curses” in “Driver=g15″ geändert werden!

Um den Treiber dann noch aus dem Source zu erstellen, benötigt man noch einige Developer-Pakete, die man wie folgt nachinstalliert:

sudo apt-get install libg15daemon-client-dev libg15render-dev libg15-dev

Nun noch den Source entpacken, konfigurieren und compilieren, dann den Treiber ergänzen:

# Entpacken
tar xvzf lcdproc-0.5.2.tar.gz
cd lcdproc-0.5.2
# Konfigurieren und Compilieren
./configure --enable-drivers=g15
make
# Kopieren
sudo cp server/drivers/g15.so /usr/lib/lcdproc/g15.so

Done! Jetzt sollte eigentlich, wenn man alles richtig gemacht hat, LCDd als User genutzt werden können. Einfach mal mit “LCDd” starten und gucken, es sollte dann dort stehen: “Clients: 0 und Screens: 0″

Jetzt heißt es nur noch sich zu entscheiden, welche Clients im Display erscheinen sollen. Eine kleine Auswahl wurde bereits mit lcdproc installiert. Einfach mal lcdproc -h eintippen und schon bekommt man eine Auswahl angezeigt. ;)

Wer dann noch nicht das Gesuchte gefunden hat, der kann sich ja mal die Auswahl auf der lcdproc Unterseite zu den Clients und auch auf freshmeat angucken …

PhatchNein, kein Schreibfehler, Phatch ist die Kurzform von “Photo Batch Processor” und ein Tool zur Stapelverabeitung von Bildern und es ist schnell und richtig genial. Mit Phatch gelingen wirklich jedem im Handumdrehen funktionierende Lösungen!

Bisher habe ich mich trotz Desktop immer mit Scripts und Imagemagic herumgequält. Das hat jetzt ein Ende! In Phatch erstellt man mit ein paar Klicks einfach eine Action List und nutzt diese entweder sofort oder speichert sie ab, um sie dauerhaft nutzen zu können. Dabei ist über die Action Lists all das was man als Normaluser benötigt möglich. Vom schlichten Skalieren bis hin zum Spiegeln oder Wasserzeichen.

Ganz nebenbei erwähnt, auch wenn ich es unter Linux bzw. Ubuntu nutze, es ist auch für Windows und Mac Os X zu bekommen.

Griffith

May 19
Griffith

Im Laufe der Jahre habe ich immer wieder versucht eine Aufstellung meiner DVD-Sammlung zu erstellen. Ich habe Anfangs eine Tabellenkalkulation verwendet, dann später ein eigenes, kleines Webinterface gestrickt, dass ich lokal verwendete und nun alles überworfen, da ich über Griffith gestolpert bin.

Das Leben hätte so einfach sein können! Griffith ist eine Verwaltung für genau diesen, einen Zweck. Man braucht aber kaum noch Daten eingeben, da Griffith die Titel mit diversen Datenbanken im Web abgleichen kann und dabei auch gleich noch viele Zusatzinformationen einsammelt, die ich aus Faulheit nie zu Fuß eingepflegt hätte.

Griffith verwendet per default eine SQL-Lite Datenbank zum Ablegen der Daten, kann aber auch mit PostgreSQL, Microsoft SQL und natürlich MySQL, welches ich hier z.B. auch verwendet habe, da ich es eh für mehrere Sachen in Verwendung habe. Bisher ist es super schnell (sind ja aber auch erst etwa 90 DVDs eingetragen …) und absolut komfortabel.

Als besonderes Gimmick hat Griffith noch umfangreiche Import- und Exportmöglichkeiten und eine einfache, aber nette Verleihverwaltung, die sofern ein SMTP-Server konfiguriert bzw. angegeben wurde, auch eine Erinnerung per Mail verschicken kann. :mrgreen:

PS. Griffith ist in den Quellen von vielen Linux-Distributionen bereits enthalten, auch für Windows und MacOS X zu bekommen.

sidux ist eine auf Debian Sid aufbauende Distribution, die den Vorteil hat, dass es ein Rolling Release ist und mit eigenem Kernel und eigenen Skripten versehen wurde, um eine gewisse Stabilität zu wahren. D.h. komplette Systemupgrades, wie z.B. bei Ubuntu Gutsy auf Hardy oder Debian Sarge auf Edgy sind nicht mehr nötig! Da sidux aber auf Sid, dem Debian Unstable, beruht, heißt das auch, dass bei einigen Paketen nicht immer gewährleistet werden kann, dass alles verfügbar ist oder einwandfrei funktioniert. Aber dazu gleich noch mehr.

sidux Desktop

Vorweg erst mal, ich habe die KDE-Lite Version sidux 2008-01 als Installation von der Live-CD in VirtualBox getestet. In VirtualBox, weil ich nicht schon wieder alles neu einstellen wollte und ein bis zwei USB-Geräte ließen sich daher trotz der dennoch guten Unterstützung von selbigem, leider nicht austesten …

Selbst in der Lite Version bringt sidux bereits eine Menge an Software (etwa 550MB) mit, wobei sidux sich dabei streng an den Debian Gesellschaftsvertrag bzw. die DFSG hält. D.h. einiges sucht man vergeblich in den Quellen und muss auf Fremdquellen ausweichen, sofern man um z.B. Adobe & Co. nicht herum will. Die gängigsten KDE Anwendungen und Pakete aus Debian sind bereits vorinstalliert und man kann, wie auch von z.B. Ubuntu gewohnt, sofort loslegen. Die ersten, wichtigen Einstellungen erledigt man bequem im komfortablen sidux Kontrollzentrum. Von Bildschirmauflösung bis hin zu Kernelmodulen findet sich dort fast alles, was zu benötigt wird. Als Paketmanager wird Debiantypisch apt angeboten, von grafischen Installern wird grundsätzlich abgeraten! Auch um das System aktuell zu halten verwendet man dist-upgrade von apt oder smxi, ein Skript für diesen Zweck.

So weit so gut. sidux läuft wider Erwarten recht schnell und auf Probleme stößt man kaum, wenn man mit KDE leben mag. Alternativ sind auch noch xfce4, fluxbox, fvwm-crystal und IceWM zu empfehlen und einfach über den grafischen metapackage-manager nachzuinstallieren, wer jedoch z.B. wie ich Gnome bevorzugt, der beißt schnell in die Tischkante! Während des Testens von sidux ist es mir nicht einmal gelungen Gnome als metapackage zu installieren. Es war immer irgendein Paket, das darin enthalten ist, als nicht installierbar markiert, so dass nur der Weg über eine Einzelinstallation der Pakete blieb. Aber spätestens beim nächsten dist-upgrade stößt man dann ggf. erneut auf Probleme. :(

Kurzes Fazit der Aktion: sidux ist klasse, wenn man mit KDE oder einer der aufgeführten Alternativen leben kann. Die Hardwareunterstützung braucht sich wirklich nicht zu verstecken und das System ist immer aktuell. Ich werde jedoch trotz des Wunsches ein Rolling Release zu verwenden, wieder mal bei einem Ubuntu oder einem der Derivate bleiben müssen, da ich Gnome einfach vorziehe und trotzdem die Vorzüge eines einigermaßen aktuellen Systems, das sich wie ein Debian verhält, genießen möchte.