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Tag: Pidgin

Überall und sofort die eigenen, konfigurierten Anwendungen für den täglichen Gebrauch griffbereit zu haben, ist eine tolle Sache. Bisher hatte ich das Problem so gelöst, dass ich immer ein Puppy Linux mit den bevorzugten Anwendungen auf einem Medium bei mir führte. Hat aber den gravierenden Nachteil, dass man einen PC finden muss, der das Booten von einem solchen Medium erlaubt und man dann fast immer erst noch die ggf. gegebenen Internetverbindungen konfigurieren oder sich mit nicht unterstützter Hardware herumschlagen muss. Also auf Dauer ehr unpraktikabel. :(

PortableApps.com

Auf der Suche nach einer Alternative, die möglichst fast überall ohne Umstände nutzbar ist, bin ich nun zumindest erstmal wieder bei Windows gelandet, da man dieses Betriebssystem ja fast immer und überall antrifft und ich eine Lösung suchte, die bereits bestehende Verbindungsmöglichkeiten nutzen kann. Die Wahl fiel hier daher auf PortableApps.com, eine feine, wenn vielleicht auch nicht mehr ganz so neue Lösung.

Ich habe nun OpenOffice.org, von Mozilla den Thunderbird, welchen ich mit IMAP nutze, den Firefox und den Sunbird, meinen geliebten Pidgin-Client und neben einigen kleineren Tools auch noch Gimp jetzt immer dabei und brauche den Stick nur noch am nächsten USB-Port eines Windowsrechners einstöpseln, um meine Anwendungen wie gewohnt zu verwenden. :)

Natürlich gibt es noch lange nicht alle wünschenswerten Portable-Versionen für diese Lösung, da u.a. nur Open Source Anwendungen angeboten werden. Aber was es sonst noch z.B. an U3-Software etc. gibt, dass lässt sich IMHO fast immer ebenfalls irgendwie ins Menü integrieren, wie hier z.B. der Total Commander, wenn die Anwendung ins Verzeichnis “PortableApps” installiert wird.

PS. PortableApps.com funktioniert auch wunderbar mit einem iPod, der als Wechselmedium konfiguriert ist oder anderen Geräten, die sich wie ein USB-Speichermedium (Speicherkarten etc.) verhalten. ;)

Wer die PortableApps.com mal ausprobieren möchte, dem lege ich die Basisversion (Base Edition) nahe. Ich hatte erst die Suite installiert und musste dann feststellen, dass fast alle Softwarepakete etwas älter als die einzeln angebotenen waren. Die Installation selbst ist zum Großteil schon fast zu einfach. Einfach das entsprechende File downloaden, ausführen und den Anweisungen folgen. Das Menü starten und loslegen. :)

BTW. Auf den Schutz der privaten Daten sollte man aber dann schon noch etwas mehr als üblich achten! Der Stick ist leider (habe noch keine funktionierende Lösung gefunden) unverschlüsselt, weshalb man Passwörter etc. nur im Kopf oder zumindest z.B. mit KeePass verschlüsselt ablegen sollte und auch z.B. GnuPG Keys etc. gehören da besser nicht drauf. ;)

Ich mochte nicht mehr warten und habe eben das Upgrade von 7.04 auf 7.10 beta durchgeführt. Auf den ersten Blick hat sich nicht wirklich viel geändert, aber …

Das Upgrade mit dem aktuellen Update-Manager ist fast ein Selbstläufer gewesen. Ein beherzter Aufruf “update-manager -d” und schon startet dieser. Er hat dann auch brav erkannt, welche Fremdquellen ich in Verwendung habe, diese ohne Nachfrage (nur kurzes Popup, dass er da was gemacht hat) sauber deaktiviert und ist, nachdem er mir noch kurz erzählt hatte, was an Paketen nicht mehr verwendet werden wird, zum Download übergegangen. Summa summarum brauchte er dafür gerade mal 40 Min, ehe er mit dem Austauschen begann. Dieses wurde IMHO gerade dreimal durch kurze Rückfragen (typische Fragen zu Apache2 Updates etc.) unterbrochen und lief zum Glück sauber durch. Nach Beendigung musste ich natürlich einmal neu starten, aber das verlief problemlos, bis auf die unwichtige Tatsache, dass mir zusätzlich zum generic Kernel noch der i386 installiert wurde, mit dem mein DualCore Prozessor nun wirklich nicht sinnvoll verwendet werden kann und somit als erstes von Hand entsorgt wurde.

Gnome ist jetzt Version 2.20 und auch die neue Druckerunterstützung über Cups ist gelungen. Die Geforce 8 wird endlich dank der neueren 100′er Treiber anstandslos akzeptiert und Pidgin ist als Ersatz für Gaim enthalten. Besonders gut gelungen ist IMHO, dass “Compiz Fusion” jetzt bereits per default ab Start geladen wird, wenn die Spielereien auch noch von Hand aktiviert werden müssen, was die Sache nun auch für Einsteiger angenehmer macht. :)

Der Messenger Pidgin (früher Gaim) wird nur noch unter dem neuen Namen weiterentwickelt. Die aktuellen Versionen sind jedoch über die normalen Ubuntuquellen für Feisty leider noch nicht zu bekommen, so dass ein kleines bisschen Arbeit erforderlich ist, den alten Gaim abzulösen. Hier der Weg, wie es bei mir reibungslos klappte.

Vorab, unter Ubuntu wird noch dieses benötigt, sofern man noch nie ein Programm selber kompiliert hat: continue reading…