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Tag: Sicherheit

Der Spiegel hat unseren Innenminister, Herrn Schäuble, zu den aktuellen Themen interviewt. Einige Auszüge mit Kommentaren kann man heute schon hier lesen, ehe sie morgen veröffentlicht werden.

Im Großen und Ganzen spiegelt es IMHO das wieder, was man schon kennt, wenn man die aktuellen Themen Vorratsdatenspeicherung, Terrorismusbekämpfung etc. verfolgt hat … leider …

Eben bei Isotopp einen Kommentar zu diesem Beitrag auf netzpolitik.org gesehen, wo u.a. ein Video zu sehen ist, in dem Kinderreporter für das ARD Morgenmagazin unsere Politker im Bundestag zu ihrer Internetnutzung befragten … peinlich und solche Leute wollen das Internet für uns regulieren …

Kleines Beispiel gefällig?

Kind: “Nennen Sie uns doch mal ein paar Browser.�
Zypries: “Browser? Was sind denn jetzt nochmal Browser?�

Den passenden Gesichtsausdruck zu dieser Frage und noch andere unvorteilhafte Beispiele findet ihr ihn diesem Video:

kindernet.jpg

Nur verdammt schade, dass sie nicht auch Herrn Schäuble zu diesem Thema befragt haben. :twisted:

Auf BlogSecurity wurde ein neuer Scanner in Version 1.2b veröffentlicht. Es handelt sich dabei um ein CGI-Script, dass nach bekannten Sicherheitsproblemen von WordPress im z.B. eigenen Blog scannt. Alles deckt es zwar noch lange nicht ab, aber der Scanner wird permanent weiter entwickelt und soll in Zukunft auch noch die bekannteren Plugins mit abdecken.

Es ist doch immer wieder beruhigend zu wissen, dass im eigenen Blog zumindest keine der bekannten Probleme auftreten oder zumindest ein Hinweis auf ein bestehendes Problem zu finden ist. ;)

BTW. wer das Angebot nutzen möchte, um seinen WordPress Blog zu testen, bei Eingabe der Blogadresse das abschließende “/” nicht vergessen …

Gestern war bei heise.de mal wieder eine Art Schäuble Tag. Erst die Meldung von Google, dass sie das Angebot der lebenslangen Mailadressen (Gmail bzw. Googlemail) mit diversen Features für Deutschland ggf. wieder dicht machen müssen, da sie sonst Gefahr laufen würden, ihren Ruf in Sachen Sicherheit und Kundendaten zu verlieren, wenn sie den Wünschen unserer Regierung entsprechen wollen. Und dann am Nachmittag, dass unser geliebter Innenminister mal wieder oder immer noch trotz massiver Kritik Online-Durchsuchungen für “lebensnotwendig” erachtet (natürlich kurz nachdem in den Medien mal wieder die Angst mit bösen Worten wie “Terrorismus” und “Anschläge in Deutschland möglich” geschürt wurden).

Nicht das es schon nervig genug ist zu wissen, dass man als kleiner Nutzer nichts gegen eine Online-Durchsuchung machen kann (glaubt man ja nicht, dass da Firewalls, Antiviren etc. auch nur Ansatzweise helfen würden) und somit permanent Gefahr läuft, dass die privatesten Daten ausspioniert werden. Nein, jetzt überlegen auch schon die Großen, wenn auch widerwillig, ob sie ggf. sogar das sinkende Schiff “deutsches Internet” verlassen, ehe sie gegen Ihre Prinzipien verstoßen müssen. Klasse Wurst!

… oder Rolle hat Schuld. ;) Erst gestern hatte ich mit etwas Anlaufschwierigkeiten (ich berichtete) das Plugin Edit Comments von Andrew Sutherland installiert, dass den Lesern hier erlaubte Ihre Kommentare bis zu 30 Minuten nach dem Absenden zu editieren.

Funktionierte soweit auch prächtigst, hatte aber den Nachteil, dass alle User mit der gleichen IP (z.B. Arbeitskollegen aus einem Firmennetzwerk heraus etc.) die Kommentare editieren konnten. O.K. normaler Weise ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Fall eintritt eher selten. Da sich aber z.B. oben genannte Person etwas dran “gestoßen” hatte und mir dieser Zustand an sich auch nicht gefiel, ich diese Funktion jedoch gerne anbieten möchte, musste ich mich nach einer Alternative umsehen. Die Wahl viel auf WP Ajax Edit Comments, welches bereits seit einiger Zeit in meinen Bookmarks schlummerte.

Das jetzt hier aktive und von mir bei der Durchsicht des Source gleich noch “dirty” ins deutsche übersetzte WP Ajax Edit Comments, bietet auch die Möglichkeit die eigenen Kommentare in einem befristeten Zeitraum zu ändern. Nur jetzt werden jetzt Cookies anstatt der geloggten IPs zur Überprüfung verwendet. Das heisst aber auch, da das Plugin Ajax verwendet, dass wenn Ihr Javascript bei Euch ausgeschaltet habt, dann könnt Ihr hier leider auch nichts an Euren Kommentaren ändern. Aber irgendetwas ist ja immer … ;)

PS. ja, ich weiß, es gibt das Plugin bereits in deutsch von David May. Seine Version hängt jedoch wider Erwarten zumindest laut Source noch eine hinterher und ehe ich anfange Zeile für Zeile zu vergleichen, ob doch oder wie oder was, war die Übersetzung bei der Durchsicht ein Klacks.

Laut einer Meldung sollen alle myGallery Versionen eine Sicherheitslücke aufweisen. Der Autor, Thomas Boley, hat daher umgehend eine neue Version veröffentlicht, bietet alle älteren nicht mehr an und rät in seinem Blog dazu umgehend auf diese neue umzusteigen!

PS. die Version 1.4b5 wird in WP noch als Version 1.4b4 angezeigt, aber die Dateien sind auf jeden Fall neuer und auch im Changelog ist der Fix erwähnt …

Ach ja, wer wie ich von Version 1.2.x auf die aktuelle umsteigt. Es kann sein, dass der Button im Editor nicht mehr angezeigt wird. Das Problem ist bekannt, aber eine Lösung steht leider noch aus. :(

Das Update ist schon ein paar Tage her, aber dennoch der Form halber hier die Info. Der Firefox-Browser ist jetzt in der Version 2.0.0.3 zu bekommen und es wurde ein Sicherheitsfix zum FTP-Portscanproblem eingebunden, das auch im Firefox 1.5.0.11 eingeflossen ist.

BTW. ich wollte mir dieses mal das Wörterbuch für die Rechtschreibkorrektur bei der Eingabe, das nach der Installation des Upgrades angeboten wird, installieren. Tja, nur irgendwie sind die Leute von Mozilla, wie man diesem Screenshot entnehmen kann, da wohl etwas zu voreilig gewesen. ;)

Wie die Firefox Windowsuser sicher dank Autoupdate schon mitbekommen haben, ist Firefox in der Version 2.0.0.2 released worden. Die meisten Änderungen sind wohl für die Anpassung an Windows Vista erfolgt. Aber auch einige wichtigte Sicherheitsupdates sind eingeflossen.

Bereits vor ein paar Tagen ist ein ganz übler Bug im Firefox 2.0 bekannt geworden und es wird in diversen Blogs, wie auch dem Basic Thinking Blog, wo ich es heute gelesen hatte, davor gewarnt, Zugangsdaten im Passwortmanager vom Firefox abzuspeichern! Da es möglich ist von beliebigen Seiten einer Domain, die vom Browser gespeicherten Passwörter von anderen Seiten dieser Domain, auszulesen. Wer die Sache nicht glauben mag, auf Heise.de kann man das austesten …

D.h. sollte also jemand seine Userdaten zu einem der beliebten Portale etc. abgespeichert haben, so sollte er (egal welchen Browser er nutzt, da wohl auch andere dieses Problem haben) diese besser umgehend aus dem Passwortmanager löschen. Bzw. besser noch: Man sollte grundsätzlich vermeiden Userdaten einem Passwortmanager anzuvertrauen oder besser noch, den Passwortmanager gleich ganz abschalten! ;)

Bereits gestern in Heise News: “CDU-Berichterstatter will Verbindungsdaten gegen Urheberrechtsverletzer einsetzen

Das heißt, es wird seitens der CDU überlegt, ob man die zur Bekämpfung schwerer Straftaten auf Vorrat zu speichernden Internet-Verbindungsdaten der Provider zur Ermittlung von Urheberrechtsverletzungen verwenden kann. Sony wollte ja schon mal ähnliches …

Könnte mir ja fast egal sein, da ich zu 90% Linux nutze, meine Windowssoftware entweder gekauft oder Freeware ist und es wohl vorrangig Nutzer der diversen Tauschbörsen betrifft, die ich nicht nutze. Nur wo ist da die schwere Straftat, die diese Nutzung rechtfertigt? Und wo hört das auf? Denn zum zitierten Focus Interview steht da auch:

Wer sich im Netz bewege, könne nicht davon ausgehen, “immer inkognito zu sein”. Gleichzeitig forderte Krings, dass die anonyme Nutzung des Internet in Deutschland erschwert werden müsse.

Hallo? Ich meine ich kann gerade mal so damit leben, dass ich wenn ich auf einen Bahnhof gehe, sofort erfasst werde und meine Biometrischen Daten mit Verbrecherdatenbanken abgeglichen werden, da es sich hier ja immerhin um Personenschutz und unser alle Wohl handeln soll, aber das schreit ja gerade zu nach Personenüberwachung und -kontrolle von oben. Sry, aber da wird mir langsam echt schlecht!

Ich bin daher für ein Gegenangebot: Da Politiker ja Personen des öffentlichen Lebens sind, sollten sie mit gutem Beispiel voran gehen und wenn sie solches fordern, dann sollen sie bitte auch ihre Daten und ihr Nutzerverhalten offen einsehbar machen lassen! Möchte doch zu gerne mal wissen, wo sich unsere Politiker im Netz so herumtreiben und was sie z.B. ihren Sekretärinnen so an Emails schicken. :mrgreen: