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Tag: TV

Seit dem 2.6.26′er Kernel, wird die HVR-900 direkt unterstützt, jedoch die Firmware muss noch von Hand eingepflegt werden, was sich in dmesg wie folgt zeigt:

firmware: requesting xc3028-v27.fw
xc2028 0-0061: Error: firmware xc3028-v27.fw not found.

D.h. die lästigen Schritte immer erst ein Kernelmodul mit dem experimentellen V4L zu bauen, mit dem die Hauppauge HVR-900 mag und dann zu hoffen, dass die Webcam damit noch will, sind vobei. :)

Einziges Problem ist es noch, die Firmware zu bekommen! Hier ist aber LinuxTV.org nach einigem Stöbern recht hilfreich. Dort ist ein Perlskript zu bekommen, dass einem die Firmware aus dem Windows-Treiber extrahiert. Daher hier eine kurze Erläuterung der Schritte:

Den benötigten Windows-Treiber (entsprechend den Kommentaren im Perlskript) und natürlich das Perlskript besorgen und ausführbar machen:

wget http://www.steventoth.net/linux/xc5000/HVR-12x0-14x0-17x0_1_25_25271_WHQL.zip

wget http://linuxtv.org/hg/v4l-dvb/raw-file/3fe430c056b5/linux/Documentation/video4linux/extract_xc3028.pl

chmod u+x extract_xc3028.pl

Die Datei mit der enthaltenen Firmware entpacken

unzip -j HVR-12x0-14x0-17x0_1_25_25271_WHQL.zip Driver85/hcw85bda.sys

und mit dem Skript die Firmware extrahieren und an den richtigen Ort kopieren, damit sie gefunden wird:

./extract_xc3028.pl
sudo cp xc3028-v27.fw /lib/firmware

Danach sollte dem TV-Vergnügen nichts mehr im Weg stehen.

PS.: Ich verwende für den digitalen Empfang immer noch gerne Me TV für Gnome. Einfach nur gut und der Stream ist auch recht praktisch.

Zur Verwendung des Hauppauge-HVR-900 gibt es ja bereits seit einiger Zeit einen überarbeiteten Wiki. Die dort vorgeschlagene Lösung für Ubuntu mit dem kompletten Austausch (!) des Kernels gegen den vom Debian, hat hier zwar einwandfrei funktioniert, aber das dort ebenfalls genannte Problem, dass der eingesteckte Stick dann ggf. beim Booten nicht erkannt wird, kam ebenso mit, so dass ich letztendlich wieder auf den alten, hier aber ausreichenden, Weg zurückgegriffen habe, ehe ich jedes mal unter den Schreibtisch krieche. ;)

Haken an der Sache, eine ggf. installierte Webcam wird aufgrund des geänderten, experimentellen v4l leider deaktiviert (den Workaround habe ich noch nicht getestet …) und IMHO wird der Stick mit dem Aufkleber (65018/B2C0) im Gegensatz zur neuen Lösung leider noch nicht voll unterstützt. Aber wen das nicht stört, der kann es sich auch so einfach machen.

Daher hier erneut der Weg im Kurzdurchlauf für Ubuntu 8.04:

# Benötigtes installieren:
sudo apt-get install build-essential mercurial linux-source dvb-utils linux-headers-$(uname -r)

# Firmware für Hauppauge Stick downloaden und entpacken:
cd /lib/firmware
sudo wget http://www.tuxamito.com.es/em2880/firmware_v3.tgz
sudo tar xvzf firmware_v3.tgz
sudo rm firmware_v3.tgz

# Treibermodul erstellen und installieren:
cd ~
hg clone http://mcentral.de/hg/~mrec/v4l-dvb-experimental
cd v4l-dvb-experimental
make
sudo make install
sudo reboot

Das war es schon, nun kann man sich z.B. Me TV installieren und DVB genießen. :)

Falls sich wer wundert, dass ich wieder ein Ubuntu nutze: Ich wollte nicht mehr auf Mint 5.0 warten (bin halt ungeduldig) und habe der Sache schon mal vorgegriffen. Die paar Änderungen kann ich dann ggf. noch per apt nachinstallieren oder gleich das ganze System überbügeln, da ich u.a. /home eh auf einer separaten Partition habe …

Nachtrag:: Der Stick mit dem Aufkleber (65018/B3C0) scheint mit der Firmware nicht zu funktionieren!

Auf der Suche nach einer Alternative zu Kaffeine, das mir persönlich zu träge ist und auch wenn die Bildqualität im Allgemeinen recht gut ist, bei DVB etwas besser optimiert sein könnte, bin ich nun bei Me TV gelandet.

Me TV - DVB

Me TV ist noch eine recht neue Anwendung für Gnome, die sich auf DVB bzw. auf das digitale Fernsehen und die daraus resultierenden Anforderungen spezialisiert hat.

Der DVB-Viewer lässt sich komplett mit ein paar Mausklicks bedienen und die Bildqualität ist gefühlt um einiges besser als in Kaffeine! Ebenfalls das lästige Erstellen der Senderliste an der Konsole mit den dvb-utils nimmt einem das Programm gleich beim Start ab und erstellt diese menügeführt. Etwas ungewohnt ist zu Anfang das Umschalten, denn man springt die Sender direkt durch Klicks im EPG-Viewer an. Weiter ist es vereinfacht möglich, dank dem eingebauten Scheduler, Sendungen zeitgesteuert aufzunehmen und auch Tastaturfetischisten bleiben dank guter Shortcuts nicht auf der Strecke. Einzig die Möglichkeit Videotext mit dem Programm zu empfangen, vermisse ich noch …

Installation unter Ubuntu 7.10, bzw. hier Linux Mint 4.0

Am einfachsten trägt man sich die Quellen in der sources.list vom Apt ein …

# Me TV
deb http://ppa.launchpad.net/lamothe/ubuntu gutsy main

… und installiert nach einem Update Me TV und die dbv-utils:

sudo apt-get update && sudo apt-get install me-tv dvb-utils

PS. auch für das neue Hardy Heron, 8.04 gibt es bereits Fremdpakete, auch wenn noch eine recht aktuelle Version (universe) bereits enthalten ist:

deb http://ppa.launchpad.net/lamothe/ubuntu hardy main

Als besonderes Schmankerl kann Me TV auch wunderbar einfach das aktuelle Programm als Stream verteilen. Einfach mal lokal testen, in dem man unter “Ansicht/Einstellungen” die “Verteilungsadresse” auf “127.0.0.1″ setzt und dann nach dem drücken des Buttons “Broadcast” z.B. gxine mit der Adresse “udp://127.0.0.1:2005″ aufrufen. :)

Uns bleibt aber auch nichts erspart. Nicht das ich vor Ewigkeiten nicht auch mal ganz gerne die ein oder andere Folge Knight Rider geguckt habe, aber nach all den Jahren ist es eigentlich nur noch peinlich. Aber wer dachte, dass nun langsam nach der x’ten Wiederholung Schluss ist, der irrt. NBC bringt nun demnächst einen neuen Knight Rider in Form einer zweistündigen TV-Verfilmung.

YouTube – NBC New Knight Rider

Positiv ist mir bisher jedoch nur aufgefallen, dass es sich beim neuen Knight Industries Three Thousand (K.I.T.T.) um den auf 1000 Stück limitierten, hübschen Mustang Shelby GT500KR handelt und das wir glücklicher Weise von einem Comeback von David Hasselhoff verschont bleiben werden. ;)

Nicht immer hat man das Glück eine DVBT-Karte oder einen -Stick zu besitzen und wenn, dann kann es auch passieren, dass der Empfang nicht so wie gewünscht funktioniert. Dafür gibt es jetzt seit letztem Monat Fernsehen übers Internet mit Zattoo! Alles was man benötigt ist eine Breitbandverbindung und um Zattoo noch downloaden und verwenden zu können, sind eine Mailadresse und ein Passwort nötig.

Zattoo Screenshot


Ich habe Zattoo jetzt bereits einige Tage in Betrieb und muss sagen, es gefällt. Es werden einem bis zu 20 Programme angeboten. Nicht alle lohnen und die Empfangsqualität ist auch nicht gerade spitze, aber so komme ich auch in den Genuss von Programmen, die meine Hauppauge nicht empfangen kann und um mal eben einen Film neben der Arbeit zu gucken, reicht es allemal.

Den Client gibt es für alle gängigen Betriebssysteme (Mac, Windows, Linux), ich erkläre hier jedoch nur im Folgenden den Weg, wie ich es unter Ubuntu Gutsy mit apt-get installiert habe:

Für Gutsy selbst gibt es kein fertiges Paket, aber das für Debian Etch und Ubuntu 6.10, kann man mit etwas Überredungskunst auch verwenden!

Ich pers. installiere gerne an der Konsole mit apt-get, um Abhängigkeiten zu erkennen und saubere Deinstallationen ohne das Halten der Installationsfiles zu ermöglichen. Dafür muss man apt aber sagen, wo die Files liegen:

# Im Verzeichnis mit den debs ausführen
dpkg-scanpackages ./ /dev/null | gzip > Packages.gz

Und in /etc/apt/sources-list angeben:

# Lokale Pakete
deb file:/[PFAD AUFS VERZEICHNIS] ./

Nun noch per “sudo apt-get update” aktualisieren bzw. einlesen und danach kann man an der Konsole mit etwas Glück die Anwendung wie gewohnt installieren. (Ich hatte nicht das Glück …)

sudo apt-get install zattoo

# apt meckerte (fehlende Abhängigkeiten)
sudo apt-get -f install

Bestätigen und installieren. Jetzt findet sich das Programm unter Anwendungen und kann bereits verwendet werden.

Viel Spaß beim Gucken. ;)