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Tag: Ubuntu

Seit gestern ein neues Spielzeug, das Asus EeePC R101. Von Haus aus kam dieses mit einem Windows XP, das hier zwar noch drauf ist, aber nur bis ich das passende Linux für das Netbook gefunden habe.

Der Gewohnheit entsprechend kam erst mal die Netbook Edition vom Ubuntu Lucid Lynx 10.04 zur Verwendung. Da mir die Screenshots zur Oberfläche recht zugesagt hatten.

Die Installation vom USB Stick war zügig durch und es wurde bis auf das WLAN auch alles Wichtige erkannt. Wie sich herausstellte, hatte ich mal wieder Glück mit einem Bug, so dass ich erst mal aushilfsweise auf den Windowstreiber via Ndiswrapper zurückgegriffen habe.

Jetzt läuft wider Erwarten alles recht flott. Die einzigen Einschränkungen, mit denen ich aber problemlos leben kann, sind die nicht vollständig oder fehlerfrei funktionierenden Fn-Tasten (z.B. Helligkeit) und das eingebaute Mikrophon muss einseitig stumm gestellt werden, da es als Stereo erkannt wird, aber nur Mono ist.

PS. Ich hatte für dieses Netbook mal notebooksbilliger.de ausprobiert. Der Service gefällt und bereits nach zwei Tagen hatte ich das gute Stück zum fairen Preis inkl. Bestellungsänderung (nach nettem Gespräch von schwarz auf weiß) in den Händen. :-)

Ich hatte hier ja bereis geschrieben, dass ich arge Probleme mit der Soundausgabe unter dem aktuellen Ubuntu 9.10 mit Rhythmbox und anderen Anwendungen, wie z.B. Banshee, hatte, die das Framework GStreamer verwenden, da sie das autoaudiosink Plugin nicht gefunden haben, obwohl es hier definitiv bereits installiert war.

Jetzt bin ich hier dann endlich auf eine einfache und funktionierende Lösung gestoßen, die mein Problem beseitigte. :-)

Kleine Anleitung für andere Leidensgenossen:

Über “ALT+F2″ das Tool “gconf-editor” aufrufen und dort im Unterordner “System – gstreamer – 0.10 – default” folgende Einstellungen vornehmen:

audiosink = autoaudiosink
musicaudiosink = autoaudiosink
autoaudiosink = halaudiosink

Fehlt eine der Zeilen, dann kann sie über die rechte Maustaste angelegt werden. Bitte dabei beachten, dass als Typ “Zeichenkette” gewählt wird. ;-)

Abschließend den Editor verlassen und das Problem sollte der Vergangenheit angehören.

Seit einigen Tagen habe ich hier auf meinem “Hauptrechner” das Release Candidate vom Ubuntu 9.10 – Karmic Koala installiert und bisher habe ich das Upgrade nur bereut.

Wirklich wichtige Updates waren für mich eigentlich nicht dabei. O.K. neuer Kernel ist ganz nett und ein bis zwei neue Spielereien sind ja ganz brauchbar, aber es lief hier mit dem “alten” 9.04 bis dato alles recht fluffig und stabil.

Hier die für mich bisher auffälligsten bzw. nervigsten Probleme:

  1. Rhythmbox ist nicht verwendbar! Der Player meckert, dass ihm das Plugin “autoaudiosink” fehlt. Dieses Plugin ist IMHO jedoch Bestandteil von “gstreamer0.10-plugins-good” und das ist installiert und funktioniert, wie ich mit den “gstreamer-tools” erfolgreich getestet hatte. Zum Glück spielt Totem aber ja noch, so dass ich zumindest noch Musik hören kann.
    Inzwischen habe ich auch entdeckt, dass dieses Problem bereits als Bug gemeldet wurde. Mal sehen wann die das anpacken. Ich hoffe bald, denn auch der neue Standard-Player Banshee, den ich persönlich betrachtet bestimmt nicht vorziehen würde, ist mit diesem Problem gestraft, aber der meldet den Fehler nicht und bleibt auch stumm …
  2. Meine Lieblings-Software zur DVD-Verwaltung, Griffith, (hier mit MySQL-Datenbank) krankt erneut mit kaputten Umlauten. Dabei hatte ich dieses Problem im 9.04 mit der Vorgängerversion aus der aktuellen Beta behoben …
  3. Eigentlich wird ja laut den Meldungen der Startvorgang mit jedem Release verkürzt. Meiner hat sich mit dem Schritt von 9.04 auf 9.10 arg verlängert und es wird auch kein Fehler geloggt. Letzteres ist zwar schön zu wissen, aber wo ist denn dann der Vorteil?

Mit anderen Worten, ich hätte lieber andere den Betatest machen lassen sollen. ;-)

Guake

Sep 10

Kein Schreibfehler, der Name ist zwar an das vielen bekannte Quake von id angelehnt, hat aber nur eine Gemeinsamkeit mit diesem.

Guake

Guake ist ein Linux Terminal, das sich wunderbar in Gnome einfügt und wie bei Quake von oben herab scrollt und dort auch zwischendurch immer wieder verschwindet. Der Vorteil bei dieser Lösung, man kann auf dem Desktop arbeiten, bei Bedarf die Konsole mit “F12″ herunterklappen, etwas eintippen und sie wieder mit “F12″ beiseite schieben, mehrere Terminals parallel öffnen und es sieht einfach gut aus. Kurz gesagt, einfach nur praktisch. :-)

Bei Interesse einfach mal installieren und ausprobieren! Hier hat es sogar den bisher innig geliebten Terminator verdrängt, obwohl der sogar Splitten konnte.

Ubuntuuser können Guake direkt aus den Quellen installieren, der Rest schaut ggf. erst mal hier: http://www.guake-terminal.org/

BTW. So ganz neu ist diese Art des Terminals natürlich nicht. Bisher gab es für Gnome Tilda (für KDE gibt es z.B. Yakuake), welches aber u.a. kein Vollbild konnte und auch nicht so hübsch anzusehen war.

Was viele nicht wissen, auch wenn jeweils zum Release hin die Softwareversionen im Ubuntu eingefroren werden, so ist der neue Firefox bereits seit “Jaunty Jackalope” 9.04 in den universe-Quellen enthalten. Da es sich aber bis vor kurzem natürlich noch um die Beta gehandelt hatte, wurde beim Upgrade oder bei einer Neuinstallation des Betriebssystems natürlich nur der 3.0 installiert und aktualisiert …

Möchte man nun in den Genuss des neuen Firefox 3.5 kommen, der ebenso wie sein kleiner Bruder mit Sicherheitsupdates etc. versorgt wird, kann dieser wie folgt nachinstalliert werden:

sudo aptitude install firefox-3.5 firefox-3.5-branding firefox-3.5-gnome-support

Danach findet man ihn unter “Anwendungen > Internet > Shiretoko Web Browser” oder startet ihn in der Konsole mit “firefox-3.5″.

Nicht vom Namen irritieren lassen, es ist der aktuelle Firefox 3.5, auch wenn da “Shiretoko Web Browser” dran steht! Wer dann noch ein eingedeutschtes Menü haben möchte, kann dieses hier als Addon bekommen.

PS. Der 3.0 und der 3,5 vertragen sich auch parallel und wer nur den aktuellen möchte, der kann den alten problemlos löschen. ;-)

Seit der Installation vom Ubuntu 9.04 – Jaunty Jackalope ärgerte mich Griffith damit, dass es sich mit Umlauten schwer tut, wenn die Daten auf einem MySQL-Server in utf8 formatiert abgelegt werden. Das Ganze ging so weit, dass die abgespeicherten Texte kaputte Umlaute hatten und nach dem Ändern des Eintrags der betroffene Text gleich ganz gelöscht wurde …

Griffith 0.9.10 in Jaunty

Nach etwas Basteln habe ich jetzt jedoch eine funktionierende Lösung in der Version 0.9.10 gefunden, die in Ubuntu eigentlich erst ab Karmic zu bekommen ist. Einziger Haken, man benötigt das Paket python-support ≥ 0.9.0. Ergo muss dieses auch noch in der aktuelleren Version aufgespielt werden. Die Pakete sind hier zu bekommen:

http://packages.ubuntu.com/karmic/all/grifftith/download
http://packages.ubuntu.com/karmic/all/python-support/download

Beide können ohne Abhängigkeitsprobleme z.B. direkt mit GDebi installiert werden und danach funktioniert Griffith auch wieder einwandfrei mit MySQL und man hat obendrein auch noch ein paar kleine, neue Features. :-)

Seit heute ist dann das neue Ubuntu 9.04 – Jaunty Jackalope, zu deutsch “lebhafter Hase”, zu bekommen. Da die Abweichungen zur Vorgängerversion 8.10 hauptsächlich Versionsaktualisierungen beinhaltet, habe ich mir den einfachen Weg des Upgrades ausgesucht und erst mal auch nur auf dem Laptop, um zu sehen, ob nicht doch noch was klemmt.

Distributionsaktualisierung auf 9.04

Ging alles, wie inzwischen gewohnt, reibungslos und innerhalb von etwa einer Stunde über die Bühne, auch wenn der Screenshot mir erst etwas anderes erzählen wollte. :mrgreen:

OpenOffice ist nun endlich in der 3′er Version, wenn auch wieder mal nicht in der aktuellen 3.01, welche wohl erst mit Ubuntu 9.10 – Karmic Koala kommen soll, enthalten … aber auch sonst ist es mal wieder ganz praktisch, alles (Kernel 2.6.28, Gnome 2.26.1 …) etwas aktualisiert zu haben und auch die Fremdquellen (hier z.B. Wine und Virtualbox) sind bereits zum Teil aktualisiert, so dass man gewohnt nach dem Upgrade arbeiten kann.

PS. Vom ext4 habe ich vorsichtshalber die Finger gelassen, da es wohl noch immer Probleme mit der Datensicherheit geben soll und das mit reichlich Vorschusslorbeeren gelobte, schnellere Booten kann ich nicht wirklich nachvollziehen, aber da hatte ich eh schon vorher dran geschraubt, so dass es bei dem einen oder anderen sicher spürbare Vorteile bringt.

Meine Erfahrungen mit dem Samsung R560-Aura P8600 Dilis mit Ubuntu 8.10 bzw. die Referenz für Linux on Laptops.

 

Samsung R560-Aura P8600 DilisEckdaten:

  • Intel Core 2 Duo Prozessor P8600 2,4 GHz 1066 MHz FSB
  • 3072 MB DDR3 Arbeitsspeicher
  • 15,4 Zoll WSXGA+ LCD, 1680 x 1050 Pixel
  • NVIDIA GeForce 9600M GT


Installation / Hardware:

Die Installation erfolgte problemlos mit der Ubuntu 8.10 32bit Desktop Edition. Die Hardware wurde fast vollständig erkannt. Auch der proprietäre Nvidia-Treiber ließ sich anstandslos aktivieren, jedoch steht noch ein Test des Dual-View aus …

Probleme:

Die Webcam wurde zwar erkannt, lässt sich jedoch nicht verwenden. Erst nach folgenden Zeilen bekommt man ein Bild zu sehen. Da scheint wohl noch ein Problem mit dem Treiber vorzuliegen.

sudo rmmod uvcvideo
sudo modprobe uvcvideo quirks=16

D.h. um das Modul dauerhaft mit der Option zu starten und die Kamera dann jederzeit verwenden zu können, erzeugt man als root die Datei /etc/modprobe.conf (normal noch nicht vorhanden) und trägt die Zeile wie folgt dort ein:

options uvcvideo quirks=16

Die Stromsparmodi funktionieren noch nicht richtig. Standby über Rechts-Klick auf die Batterie funktioniert, jedoch verweigert der Ruhezustand (Suspend to Disk) noch einen einwandfreien Neustart und nach dem Start von Gnome, inkl. der vormals geöffneten Anwendungen, wird ein leeres Fenster angezeigt, auf den ein direkter Neustart folgt. Weiter scheint das Schließen des Deckels auch keine direkten Auswirkungen zu haben, der Desktop bleibt an. Die entsprechenden Pakete (z.B. laptop-mode), die bei der Problemlösung helfen könnten, sind jedoch auch noch nicht installiert oder aktiviert. Einzig in der xorg.conf wurde die Zeile Option "NvAGP" "1" bei Device manuell ergänzt. Denke da muss ich wohl mal tiefer einsteigen.

Die sinnvollen Zusatztasten bzw. Fn-Tasten sind nur teilweise nutzbar. Es funktionierten zurzeit die Home-Taste und die Lautstärkeregelung, das sollte man aber irgendwie in den Griff bekommen können.

Fazit:

Ubuntu läuft bis auf die genannten Probleme absolut stressfrei. Es sind keinerlei Anpassungen oder Treiber für das normale Arbeiten erforderlich und der Akku hält, ohne bisher etwas zu optimieren, etwas über zwei Stunden.

Viele Nutzer und Einsteiger in Linux möchten gerne schnell und einfach sehen können, welche Netzwerkverbindungen gerade bestehen, oder wenn es mal wieder etwas hakt, wissen, welche Anwendung gerade die zur Verfügung stehende Bandbreite verbraucht.

Der erfahrene Konsolennutzer verwendet in einem solchen Fall wahrscheinlich netstat und erhält dann das gewünschte Ergebnis. Oder es wird gleich auf Tools wie z.B. nmap zurückgegriffen. Aber der einfache User kommt damit nicht so schnell ans Ziel, zumal diese Tools oft root-Rechte erfordern und/oder die möglichen Optionen schnell in die Irre führen können.

Net Activity Viewer

Für die, die nur mal eben wissen wollen, welche Anwendung gerade im Netzwerk Bandbreite nutzt oder denen, die gerne schnell mal nebenbei gucken wollen, sei hier der Net Activity Viewer von Mihai Varzaru empfohlen. Leider ist er noch in keiner der mir bekannten Distributionsquellen enthalten, so dass man ihn, wenn man ein Ubuntu- oder Debianderivat nutzt, erst mit dem dort verfügbaren Paket installiert kann oder aus dem Source heraus (Anleitung siehe Homepage) erst selber erstellt werden muss.

TerminatorNein, nicht der Film, hier geht es um die flexible Konsole für den Gnome Desktop.

Ja, auch wenn Linux sich auf den ersten Blick dank hilfreicher GUIs langsam aber sicher immer mehr von der Konsole entfernt, so braucht man sie immer noch und dann oftmals auch gleich mehrere, wenn man z.B. per ssh auf Servern etc. arbeiten möchte.

Bisher war ich eigentlich aus Gewohnheit immer wieder bei xterm gelandet, aber der Terminator hat den entscheidenden Vorteil, die offenen Gnome Konsolen in einem Fenster variabel nebeneinander anzuzeigen und man kann sie so einfach mit einem Klick minimieren oder alle anzeigen ohne beim Tabben den Überblick zu verlieren. Screenshots und die Dokumentation bekommt man im Blog des Autors zu sehen und die Installation der aktuellen Version ist unter Ubuntu Intrepid Ibex (8.10), da es in den Quellen enthalten ist, mit “apt-get install terminator” wie so oft ein Kinderspiel. :-)