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Tag: Web 2.0

Xmarks

… oder endlich Ordnung und in jedem Firefox die selben Bookmarks.

Ich habe schon längere Zeit arge Schwierigkeiten meine Bookmarks auf den verschiedenen Clients aktuell zu halten. Meistens wurde hier daher die bookmarks.html auf meinen Server in ein geschütztes Verzeichnis geschoben und dann per Download im nächsten Client wieder eingespielt. Jedoch gingen so leider immer mal wieder einzelne Perlen verloren …

Jetzt habe ich mir endlich mal die Mühe gemacht und mich nach einem Plugin umgesehen, dass diese Arbeit für mich erledigt und dann auch gleich noch eine echte Synchronisation für mich vornimmt.

Die Wahl fiel dabei auf Xmarks. Xmarks (früher Foxmarks), weil recht ausgereift, weil ich damit Browserunabhängig (das Plugin ist auch für den iE und Safari zu bekommen) bin und weil man die Bookmarks auch auf dem eigenen Server ablegen kann, ohne dafür auf den Service von Xmarks angewiesen zu sein.

Alles in Allem bisher ein voller Erfolg und trotz der Beta bisher völlig problemlos! Kann man wirklich nur empfehlen.

PS. Man kann mit Xmarks auch seine Passwörter synchron halten, aber irgendwie behagt mir dieser Service nicht recht, was aber auch ein Indiz für meine Paranoia sein könnte. ;)

Wer sich nur ab und zu mit Webdesign beschäftigt, für den ist Ajax wohl mehr ein Modewort, mit dem er so nicht gleich wirklich etwas anzufangen weiß, außer, dass er evtl. mal ein paar fertige Codeschnipsel in seinen Seiten verwendet.

Stefan Münz, bekannt durch SELFHTML, macht sich gerade daran dieses zu ändern. Zu diesem Thema erstellt er zurzeit ein Tutorial im Webkompetenz-Blog.

Der erste Artikel hierzu ist heute erschienen und stellt zwar erst mal nur eine Einleitung dar, die einem aber bereits etwas veranschaulicht, worin die Vorteile dieser gemeinsamen Verwendung der verschiendenen, bekannten Webtechnologien, wie HTML, DOM, JavaScript, XMLHttpRequest usw. zu finden sind. Ich bin schon gespannt, wann der nächste Teil veröffentlicht wird.

Ach ja, nur noch so als Randbemerkung, denn nicht alles was glänzt ist Gold: Ajax ist zwar zur Zeit extrem populär, hat aber durchaus auch einige gravierende Nachteile, die man, bevor man sich anschickt selbiges zu verwenden, unbedingt bedenken sollte! Wer z.B. User mit einer Sehschwäche nicht gleich komplett ausschließen will, wird erneut vor Probleme gestellt. Denn wenn die Ajaxanwendungen den WAI-Regeln entsprechen sollen, müssen oftmals Alternativen angeboten werden, da sonst IMHO viele Lösungen nur für grafische Webbrowser umgesetzt werden, die bei Verwendung eines Screenreaders nicht gerade sinnvoll sind. Ergo, auch diesbezüglich bin ich gespannt, wie weit Stefan Münz auf diese Themen in seinem Tutorial eingehen wird. ;)

Stefan Münz hat in seinem Webkompetenz-Blog ein wirklich sehr lesenswertes und interessantes Tutorial zu Microformaten (Auszeichnungssprachen für Webseiten) in neun Teilen veröffentlicht, das dort auch als PDF-File zu bekommen ist.

Es gibt zwar noch keinen offiziellen Standard für diese Formate, jedoch wird einem in diesem Tutorial die grundsätzliche Funktionsweise von Mikroformaten erklärt und es werden die am häufigsten verwendeten (hCard, hCalendar, hReview und für Hyperlinks) anhand von Beispielen gut und für jeden, der über HTML-Grundkenntnisse verfügt, leicht verständlich angesprochen. Wenn man dann Lust auf mehr bekommt, wird man dank der ebenfalls im Tutorial aufgeführten Links, nicht im Stich gelassen und kann noch weitaus tiefer in die Materie einsteigen.

BTW. ja, ich nutze sie hier auch noch nicht wirklich, aber einiges davon würde auch meinem Blog ganz gut stehen. ;)

Gerade auf Telepolis entdeckt: “Die berauschenden Möglichkeiten von Web 2.0

In dem Artikel von “Erich Klepptenberger” wird die Zeitlinie eines fiktiven Hypes aufgeführt. Es beginnt alles damit, dass sich ein gelangweilter Schüler einen Kugelschreiber ins Ohr steckt …

Ach ja, lustige Idee und so richtig schön zynisch.

In letzter Zeit fliegt einem immer öfter beim Surfen das Schlagwort Web 2.0 um die Ohren und es wird ein riesen Hype draus gemacht. Irgendwie kann ich mir zwar nicht erklären, wer auf die “schwachsinnige” Idee gekommen ist, dem Angebotenen plötzlich Versionsnummern zuzuordnen, aber …

Ich frage mich im Moment jedoch auch, welchen Stand der Technik ich dann normaler Weise verwende bzw. versuche zu beherrschen. Ich war bisher immer der Meinung, vom Inhalt mal ganz abgesehen, valide Seiten gekoppelt mit einer möglichst gleichwertigen Darstellung in den diversen Browsern wären das Maß der Dinge, also alles umzusetzen, egal wie verbogen es scheint und dabei die Standards nach W3C nicht ganz aus den Augen zu verlieren. Doch nun stehe ich etwas ratlos da.

Muss ich jetzt für das Web 2.0 andere Websites erstellen als für das mir bekannte Web?

Fangen wir also mit der Suche nach einer Definition Web 2.0 mal an. Was ist das eigentlich? Als erstes befragte ich erfolglos die Suche beim W3C, da die ja für fast alles im Web die Standards pflegen. Dann meine zweite Anlaufstelle Wikipedia wusste schon wesentlich mehr zu diesem Thema:

“Der Begriff Web 2.0 beschreibt – eher vage – eine veränderte Wahrnehmung und Nutzung des Internet.”

und weiter

“Zu beachten ist, dass “Web 2.0″ ein beschreibender Begriff für bestimmte Entwicklungen ist und nicht wirklich existiert, so wie z. B. eine bestimmte Software-Version.”

Aha, da haben wir es, es ist also kein wirklicher Standard, sondern eine Erfindung der Marketingexperten, die ein recht großes Echo in der Community erfahren hat und (wie es weiter unten bei Wikipedia zu lesen ist) eine Art Zusammenfassung der neueren Onlinetechniken, Angebote und Sprachen darstellt.

Muss ich also nun etwas ändern? Ich denke nein! Denn a) nutze ich ja schon jahrelang einige Angebote, die nach O’Reilly dem Web 2.0 zugeordnet werden, b) habe ich z.B. wie mit diesem Block bereits einige Web 2.0 Anwendungen im Netz.

Daher habe ich für mich beschlossen, dass ich meinen Weg weiter gehen werde. Neue Techniken etc. gerne nutze, wenn ich daraus Vorteile ziehen kann und wenn es dann doch mal nicht Web 2.0 ist, dann nenne ich das ganze einfach Web 2.0.1. ;)